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Karls Erlebnis-Dorf: So steht es um die B169

Hunderttausende Besucher werden den Erlebnispark besuchen. Aber was ist mit dem Ausbau der Bundesstraße?

Große Teile der B169 zwischen A4 und Döbeln sind bereits ausgebaut worden. Vor zwei Jahren der Abschnitt zwischen Grünem Haus und Greifendorf. An anderen Stellen ist das Lasuv noch nicht so weit.
Große Teile der B169 zwischen A4 und Döbeln sind bereits ausgebaut worden. Vor zwei Jahren der Abschnitt zwischen Grünem Haus und Greifendorf. An anderen Stellen ist das Lasuv noch nicht so weit. © Dietmar Thomas

Döbeln. Wenn in einigen Jahren Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln eröffnet, wird auch der Verkehr auf der B169 zunehmen. Pro Jahr werden einige Hunderttausend Menschen den Erlebnispark besuchen – in Rövershagen bei Rostock sind es über eine Million. Interessant ist die Bundesstraße für die Besucher aus Richtung Chemnitz und Richtung Riesa. 

Von der A4 ist die Bundesstraße über weite Strecken schon gut ausgebaut. Teile fehlen aber. Schlechter sieht es in Richtung Riesa aus. Da gibt es den größten Nachholbedarf. Aber was plant das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit der B169?

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Umgehung für Heyda

In Heyda ist eine zu große Verkehrs- und damit Lärmbelastung festgestellt worden. Das Lasuv plant deshalb dort eine Ortsumgehung. Die neue Straße östlich der Ortslage soll dreispurig ausgebaut werden, sodass dort auch das Überholen möglich ist. Außerdem wird abschnittsweise ein Wirtschaftsweg gebaut. Ein Radweg soll den Lückenschluss der Radwegeverbindung Waldheim bis Döbeln sichern, so das Landesamt für Straßenbau und Verkehr auf Anfrage.

 Im vergangenen Jahr war mit dem Planfeststellungsverfahren für das Vorhaben begonnen worden, das bei der Landesdirektion Sachsen geführt wird. Die Unterlagen seien durch die Landesdirektion geprüft worden, so Rosalie Stephan von der Pressestelle des Lasuv. Als nächster Schritt seien die Anhörung sowie die öffentliche Auslegung der Planungsunterlagen vorgesehen.

Brücke am Abzweig Forchheim

Nur zwei Kilometer weiter, auf Höhe der Waldheimer Straße, Abzweig Forchheim, plant das Lasuv ebenfalls den Ausbau der B169. An der unübersichtlichen Kreuzung hatte es immer wieder schwere Unfälle gegeben. 

Das Lasuv hatte hier schon vor drei Jahren vier Varianten zur Beseitigung des Unfallschwerpunktes untersucht. Als Vorzugsvariante hatte es dabei eine Brücke über die B 169 favorisiert, die über Rampen an die Bundesstraße angebunden wird. Die Stadt Döbeln wollte auf diese Weise auch gleich ihr neues Gewerbegebiet Süd an die Bundesstraße anbinden lassen und hat die dafür notwendigen Flächen freigehalten. 

Sehr viel weiter schient das Lasuv mit den Vorbereitungen noch nicht gekommen zu sein. Aktuellste Aussage: „Derzeit werden verschiedene Varianten im Hinblick auf die Auswirkungen und die Kosten untersucht. Dabei soll eine Vorzugsvariante ermittelt werden und der Vorentwurf dieser nach einem Sicherheitsaudit genehmigt werden“, so Rosalie Stephan. Mit einer Entscheidung sei 2021 zu rechnen.

 Im Anschluss will das Lasuv ins Genehmigungsverfahren für diese Planungen einsteigen. Erst wenn es Baurecht gebe, könne über eine Einordnung in ein Bauprogramm entschieden werden.

Trassenfindung bei Ostrau

Über den weiteren Ausbau der B169 nördlich der A14 wird schon seit Jahren diskutiert. Für den Abschnitt zwischen Autobahn und Salbitz ist bis jetzt noch keine Entscheidung zu einer Trassenvariante gefallen. Das Lasuv tendiert zu einer Linienführung nahe der aktuellen Straße. 

Allerdings stößt sie dabei auf den Widerstand der Gemeinde Ostrau, da die derzeitige Anbindung des Gewerbegebietes Ostrau ersatzlos gestrichen werden soll. Der Verkehr von und zum Gewerbegebiet soll dann über die Kreuzung bei Wutschwitz rollen. Das Bauvorhaben ist im Verkehrswegeplan des Bundes bis zum Jahr 2030 eingeordnet.

Planfeststellung bei Salbitz

Schon zwei Schritte weiter ist das Lasuv beim Ausbau der B169 zwischen Salbitz und Seerhausen. Dort hat es jetzt die aktuellen Pläne vorgelegt, nachdem schon 2012 der B169-Abschnitt zwischen Riesa und Seerhausen eingeweiht worden war.

Die Straßenplanung basierte auf dem neuen Prognosehorizont bis ins Jahr 2030. Den Daten zufolge ergibt sich für den Bauabschnitt eine um etwa sieben bis 16 Prozent geringere Verkehrsstärke gegenüber einer früheren Prognose. „Obwohl die prognostizierten Verkehrsmengen etwas geringer ausfallen, ist die Notwendigkeit der Straße weiterhin gegeben“, urteilt die Untersuchung, die etwa 12.000 Kraftfahrzeugen pro Tag vorhersagt.

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