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Weg frei für Harthas Tartanbahn

Die Stadträte sichern die finanzielle Unterstützung zu. Welche Förderquellen angezapft werden, steht noch nicht fest.

Die Sprintbahn aus Tartanbelag (links im Bild) ist bereits im Mai 2015 eingeweiht worden. Nun soll auf dem Sportplatz Wiesenstraße auch eine 400-Meter-Tartanbahn gebaut werden.
Die Sprintbahn aus Tartanbelag (links im Bild) ist bereits im Mai 2015 eingeweiht worden. Nun soll auf dem Sportplatz Wiesenstraße auch eine 400-Meter-Tartanbahn gebaut werden. © Dietmar Thomas/Archiv

Hartha. Die Stadt Hartha unterstützt den Bau einer Tartanbahn auf dem Sportplatz Wiesenstraße mit maximal 295.000 Euro. Das beschlossen die Harthaer Räte zur jüngsten Sitzung. Die Summe soll in den Nachtragshaushalt der Stadt eingearbeitet werden.

Der Beschluss ist die Voraussetzung, um Fördergeld beantragen zu können. Bereits im Juli des vergangenen Jahres hatte die Mehrheit der Stadträte für diese Investition gestimmt. Es gibt zwei Möglichkeiten der Förderung.

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„Schön wäre es, wenn der Kultur- und Sportbetrieb der Stadt Hartha, der unter anderem für das Stadion Wiesenstraße verantwortlich ist, das Projekt mit einer 90-prozentigen Förderung bauen könnte“, so Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos). Ist dieses Förderprogramm überzeichnet, soll eine 66-prozentige finanzielle Unterstützung beantragt werden.

Suche nach dem Goldenen Plan für Harthas Tartanbahn

Bei der Vorstellung des Wirtschaftsplanes des Kultur- und Sportbetriebs ist Betriebsleiter Günter Roßberg von einer Förderquote von 66 Prozent ausgegangen. Bei Gesamtkosten von knapp 900.000 Euro müsste die Stadt einen Eigenanteil von 296.000 Euro aufbringen.

Gleichzeitig suchen Günter Roßberg und Bauamtsleiter Ronald Fischer nach einer noch besseren Fördermöglichkeit. Der Betriebsleiter zielt damit auf den „Goldenen Plan“ ab, der Maßnahmen aus dem Stadtumbauprogramm mit höherer Förderung bezuschusst.

Im vergangenen Jahr stellte die Bundesregierung kurzfristig 150 Millionen Euro für das Investitionspaket Sportstätten („Goldener Plan“) zur Verfügung. Von 2021 bis 2023 sind jeweils weitere 110 Millionen Euro pro Jahr und im Jahr 2024 160 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen.

Schulen und Sportvereine hoffen auf Bau

Ob die Tartanbahn für das Stadion Wiesenstraße in den „Goldenen Plan“ aufgenommen wird, steht noch nicht fest. Dass sie gebaut wird, darauf hoffen sowohl die Harthaer Schulen und Kindergärten als auch die Sportvereine.

„Anfangs war ich generell gegen den Bau der Tartanbahn. Jetzt sehe ich das etwas anders. Wenn der Sportplatz saniert wird, dann soll auch die Tartanbahn gebaut werden“, sagte Stadtrat Udo Chmelarz (Freie Wähler). Allerdings befürwortet er die Bahn nur dann, wenn es eine 90-prozentige Förderung gibt.

„Wir müssen die Notwendigkeiten abwägen. Es stehen der Kauf eines neuen Feuerwehrfahrzeuges und der Bau eines Feuerwehrgerätehauses in Gersdorf an. Bei der aktuellen Einnahmeentwicklung der Stadt muss da genau überlegt werden, für was das Geld eingesetzt wird“, so Chmelarz. Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos) entgegnete diesem Hinweis mit den Worten: „Wir können immer diskutieren, was in der Stadt dringlicher ist.“

Letzte Chance zur Sanierung

CDU-Stadtrat Christian Zimmermann wollte die Einwände von Chmelarz nicht so stehen lassen. „Es ist unsere letzte Chance, eine umfassende Sanierung des Sportplatzes Wiesenstraße vorzunehmen. Immerhin wird er von etwa 1.500 Schülern und vielen Sportlern genutzt.“

Ronald Kunze schlug vor, beide Wege der Förderung zu gehen. Es könne nicht nur der Stadtpark Reinhardtsthal saniert werden, sondern es müsse auch etwas für die Jugend, den Sport und die Zukunft getan werden. „Es ist nicht zum Schaden unserer Stadt“, so Ronald Kunze.

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