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Weite Wege zum Corona-Test für Döbelner

Ein Vertragsarzt sollte der erste Ansprechpartner für einen Corona-Test sein. In der Region fehlt eine Schwerpunktpraxis.

Noch immer fragen sich viele Anwohner aus dem Altkreis Döbeln, wo Tests auf das Coronavirus möglich sind.
Noch immer fragen sich viele Anwohner aus dem Altkreis Döbeln, wo Tests auf das Coronavirus möglich sind. © dpa/Karl-Josef Hildebrand (Symbolbild)

Region Döbeln. Der Bedarf an Corona-Tests in der Region ist groß. Das hat die Schnelltest-Aktion des Landkreises am 23. Dezember gezeigt. Knapp 930 Mittelsachsen haben sich dort im zukünftigen Impfzentrum im Simmel-Center in Mittweida testen lassen, darunter auch einige Anwohner aus der Region Döbeln. Doch wohin können sich die Anwohner des Altkreises bei Testbedarf eigentlich sonst wenden? Sächsische.de hat bei der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS) nachgefragt.

Erstes Ansprechpartner: der eigene Hausarzt.

Die KVS verweist zunächst auf die vor Ort ansässigen Vertragsärzte, so André Reiche von der Pressestelle der KVS.

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Objektleitung
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Das Eisenmoorbad in Bad Schmiedeberg sucht zur Erweiterung des Teams zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine engagierte Objektleitung (m/w/d).

„Für die Durchführung von Corona-Tests stehen die Vertragsärzte als Erst-Ansprechpartner zur Verfügung. Nach telefonischer Kontaktaufnahme kann hier das weitere Vorgehen abgeklärt werden.“

Schwerpunkt-Praxen bieten Corona-Sprechstunden an.

Darüber hinaus gibt es in Sachsen mehrerer Corona-Schwerpunktpraxen. In diesen werden Testmöglichkeiten zu bestimmten Sprechzeiten angeboten, auch für Personen, die sich sonst bei einem anderen Arzt in Behandlung befinden.

Eine Übersicht über die Praxen, mit den aktuellen Urlaubs- und Schließzeiten, ist auf der Internetseite der KVS zu finden. Das Problem: eine derartige Praxis fehlt in der Region Döbeln.

Die nächst gelegenen Schwerpunktpraxen befinden sich laut KVS in Dürrweitzschen bei Grimma (Gernot Vierig, Facharzt für Allgemeinmedizin) sowie in Freiberg (Daniel May, Facharzt für HNO-Heilkunde, sowie Uta Knauf, Fachärztin für Allgemeinmedizin). Auch bei diesen Praxen sollte vor dem Besuch eine telefonische Kontaktaufnahme stattfinden, sagt André Reiche.

Corona-Test-Ambulanzen in Chemnitz und Freiberg

Ohne vorherige Terminabsprache aufgesucht werden könne laut Reiche die Testpraxis in Chemnitz. Jene sei, wie weitere in Sachsen, als ergänzendes Angebot zu den bestehenden Testmöglichkeiten durch die KVS errichtet worden.

Die Chemnitzer Corona-Ambulanz ist an der Herrmann-Pöge-Straße 6 zu finden und in einem ehemaligen Baumarkt eingerichtet worden.

Der Landkreis verweist zudem auf die Testmöglichkeit am Kreiskrankenhaus Freiberg. Dort befindet sich ebenfalls eine Ambulanz für Corona-Abstriche. Hier ist jedoch eine telefonische Anmeldung nötig.

Test wird nur bei Vorlage von bestimmten Gründen bezahlt

„Getestet werden Personen mit entsprechenden Symptomen oder mit Kontakt zu einer positiv getesteten Person. Bei symptomfreien Personen ohne Kontakt kann die Testung zum Beispiel vor einer ambulanten Operation oder Aufnahme in eine Gesundheitseinrichtung (zum Beispiel Rehaeinrichtung) kostenfrei erfolgen, ansonsten kann der Test grundsätzlich nur als Privatleistung erbracht werden“, klärt Reiche auf.

Die Kosten dafür seien abhängig vom Labor und betragen rund 150,00 Euro.

Hilfe auch unter Bereitschaftsnummer 116117 möglich

Wer aufgrund von Praxisschließungen während des Jahreswechsels den Hausarzt nicht erreicht und keinen Vertreter, der könne sich laut André Reiche auch an die ärztliche Vermittlungszentrale unter 116117 wenden.

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„Diese kann gegebenenfalls an andere geöffnete Hausarztpraxen oder an den Bereitschaftsdienst vermitteln“, sagt Reiche.

Allerdings sei aufgrund des hohen Anrufaufkommens eine sofortige telefonische Erreichbarkeit der 116117 nicht immer zu gewährleisten. „Wartezeiten sind nicht auszuschließen.“

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