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Dresden bekommt ein neues Cyber-Institut

Hier wird das digitale Gedächtnis für die Fabrik der Zukunft geschaffen. Und es geht um viele neue Jobs.

Von Stephan Schön
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Die digitale Vernetzung von Produktionsprozessen ist ein Herausforderung für alle großen Unternehmen.
Die digitale Vernetzung von Produktionsprozessen ist ein Herausforderung für alle großen Unternehmen. © Daniel Maurer/dpa

Dresden. In Sachsen wird ein weiteres Stück digitale Zukunft aufgebaut. Hier entsteht ein neues  Fraunhofer-Institut für Cyber-physische Produktionssysteme (CPPS). 40 Millionen Euro sind für den Neubau und die Ausrüstung dieser in Deutschland bisher einmaligen Forschungseinrichtung vorgesehen. Das sagte jetzt der Forschungs-Direktor der Fraunhofer-Gesellschaft, Raoul Klingner, im Gespräch mit der Sächsischen Zeitung.  

Im Haushalt Sachsens, der eben im Landtag behandelt wird, steht diese Investition drin. Auch die Zustimmung des Bundes für diese Investition liegt seit einigen Tagen vor.  Die Fraunhofer-Gesellschaft wird diese Forschungseinrichtung direkt am Gelände der TU Dresden aufbauen, erklärt Klingner. Dort befindet sich auch die Informatik der Universität, der Supercomputer.Dort forscht die Elektrotechnik, und hier gibt es schon andere Fraunhofer-Einrichtungen. Finanziert wird der Cyber-Institutsneubau je zur Hälfte aus Bundes- und Landes-Geldern. Gut 100 Wissenschaftler, vor allem Informatiker, Maschinenbauer, Mechatroniker, werden  einmal im cyber-physischen Institut arbeiten. Die Technische Universität Dresden biete dafür ideale Voraussetzungen, sagt Klingner. Und das CPPS selbst werde auch Teil der Ausbildung. Hier solle die digitale Welt mit der real produzierenden zusammengeführt werden. 

CPPS soll die Fertigung digital und intelligent machen, selbstlernend und Fehler korrigierend. In dem neuen Institut werden das Gehirn und die Nervenbahnen für den digitalen Organismus der Industrie 4.0 entwickelt.  Es geht vor allem um das digitale Know-how für kleine und mittelständische Betriebe. Dafür werden hier neue Geschäftsmodelle erdacht und entwickelt. Was zum Beispiel den Maschinenbau in Deutschland stärken würde.

Dresden ist jetzt schon bundesweit mit seinen zehn Forschungseinrichtungen stärkster Standort von Fraunhofer und wächst nun noch mehr. Der jetzige Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft hatte zuvor  jahrzehntelang selbst Institute in Chemnitz und Dresden geleitet.