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Dresden ist fast zu spät dran

Kay Haufe kommentiert die Quote für Sozialwohnungen in Dresden. 

© René Meinig

Diese These ist provokant und wird viele aufregen: Aber die Stadt hätte Investoren schon eher in die Pflicht nehmen sollen, Sozialwohnungen zu bauen. Denn die haben bisher sehr gut an ihren Projekten verdient. Das ist völlig legitim und versetzt sie überhaupt nur in die Lage, neue Grundstücke zu kaufen und weitere Ideen umzusetzen. Aber es war schon vor fünf Jahren absehbar, dass bezahlbarer Wohnraum knapp wird. Genau da setzte der Mietwohnungsbau ein, vorher entstanden fast nur Eigentumswohnungen. Doch bis heute ist die Sozialwohnungsquote noch nicht mal beschlossen, geschweige denn eingeführt. Dabei haben andere Städte damit schon über Jahrzehnte gute Erfahrungen gemacht.

Inzwischen aber sind viele Komponenten wie Grundstückpreise und Baukosten so angestiegen, dass manches Vorhaben nur noch gebaut wird, weil es von großen Pensionsfonds gekauft wird. Wie lange geht das noch gut? Die Gewinne werden knapper und dann ist es auch schwer zu vermitteln, dass 30 Prozent Sozialwohnungen eingepreist sein sollen. Am Ende muss jeder leben können.

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Hilfreich wäre ein Zeichen vom Freistaat, dass die Förderung über einen langen Zeitraum besteht. Und dringend notwendig wäre eine Regelung von der Bundesregierung, die Bodenspekulationen ins Unermessliche den Riegel vorschiebt. Keiner will sozialistische Zustände, aber Wucher treibt nie schöne Blüten.

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