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Dresden

Dresden verlängert Miete im WTC

Teile der Verwaltung sollen bis 2026 an der Ammonstraße bleiben. Dann soll der Neubau am Ferdinandplatz stehen. 

Bis 2026 sollen Stadtangestellte noch im WTC arbeiten. © Marion Doering

Bis Ende dieses Monats hat die Stadtverwaltung noch Zeit, eine Verlängerungsoption zu ziehen. Es geht um den Mietvertrag im World Trade Center (WTC), wo die Stadt Büros für 435 Mitarbeiter gemietet hat. Der Vertrag endet Ende September 2021, mit Option auf weitere fünf Jahre, über die jetzt entschieden werden muss. Ein Auszug wird als „nicht sinnvoll“ eingeschätzt. 

Die Mitarbeiter sollen bis Ende September 2026 dort bleiben. Die Miete wird laut Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) jährlich um die Inflationsrate angepasst. Der Baubereich mit Schmidt-Lamontain arbeit in den Büros im WTC. Derzeit zahlt die Stadt monatlich 97.450 Euro und knapp 40.000 Euro Betriebskosten dafür. Von Oktober 2021 bis September 2026 fallen somit gut 9,3 Millionen Euro an. Die knapp fünf Millionen Euro für die Jahre 2019 bis September 2021 müssen laut Vertrag so oder so gezahlt werden. Bisher plante die Verwaltung zwar, dass die Mitarbeiter auch langfristig im WTC bleiben sollen und andere Ämter ins Verwaltungszentrum ziehen. Nun sollen sie aber doch in das komplett neue Rathaus am Ferdinandplatz. Der Bau für mindestens 160 Millionen Euro soll Mitte 2025 fertig sein.

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Der Bürgermeister kalkuliert aber bereits mit einer späteren Fertigstellung. „Um auf eventuelle Verzögerungen aufgrund einer späteren Ausschreibung reagieren zu können und noch ausreichend Zeit für die Herstellung des ursprünglichen Zustandes nach Auszug zu haben, schlagen wir die Verlängerung bis 30. September 2026 vor“, so Schmidt-Lamontain. Denn noch gibt es Streit um die Höhe des geplanten Turms am Ferdinandplatz und auch die Gestaltung des Verwaltungszentrums ist noch ungeklärt. Deshalb wackelt auch der Zeitplan. Die Verwaltung hat bereits 40 Millionen Euro als Risikobudget eingeplant.

Jürgen Rees, der Chef des WTC, hatte der Stadt auch angeboten, statt der bisher 12.500 künftig 35.000 Quadratmeter zu vermieten. Dann wäre genug Platz für die komplette Verwaltung mit rund 6 500 Mitarbeitern. So müsste die Stadt das Verwaltungszentrum nicht bauen. Das würde allerdings 368 000 Euro pro Monat Kaltmiete kosten und die Stadt müsste sich für mindestens zehn Jahre binden. Der Stadtrat entscheidet nun über die Verlängerung.