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Bistum baut Verwaltungshaus in Dresden

Wer baut, hat Geld, heißt es so oft. Das Bistum in Dresden plant einen neuen Verwaltungssitz. Mit dem Neubau will es aber Geld sparen - und sogar einnehmen.

Das Gebäude an der Schweriner Straße soll Platz für einen Neubau machen.
Das Gebäude an der Schweriner Straße soll Platz für einen Neubau machen. © Sven Ellger

Dresden. Zu wenig Platz, zu marode, zu kalt - schon lange klagen die Bistums-Mitarbeiter über ihren bischöflichen Verwaltungssitz in Dresden. Das soll sich jetzt ändern: Das Bistum Dresden-Meißen plant einen Neubau an der Schweriner-Straße in der Wilsdruffer Vorstadt. Dafür wird das alte Propst-Beier-Haus abgerissen und wieder aufgebaut.

42 Millionen Euro fließen aus den Eigenmitteln des Bistums in das Bauprojekt an der Schweriner Straße. Bis 2023 soll dort ein neuer Verwaltungssitz für das Bischöfliche Ordinariat entstehen. Dann ziehen die Mitarbeiter vom Käthe-Kollwitz-Ufer dorthin und werden sich wohl über die vielen neuen Räume freuen dürfen.

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Das derzeitige Verwaltungsgebäude weise deutliche Defizite und einen spürbaren Sanierungsstau auf, heißt es vom Bistum Dresden-Meißen. Modernisierungen seien vor allem mit Blick auf die Barrierefreiheit, auf die ökologische Bilanz des Hauses inklusive Wärmedämmung sowie mit Blick auf die begrenzte Bürofläche nötig.

So könnte es aussehen: ein nachhaltiges Gebäude an der Schweriner Straße.
So könnte es aussehen: ein nachhaltiges Gebäude an der Schweriner Straße. © Bistum Dresden-Meißen

Neubau ist günstiger

Entgegen einer Renovierung hat sich das Bistum aber für einen Neubau an einem anderen Standort entschieden. Das sei die günstigere Variante. Mit dem Neubau an der Schweriner Straße will das Bistum auch Geld einnehmen, denn ein Drittel des neuen Propst-Beier-Hauses soll als Wohnungen und Büros vermietet werden. Hier solle aber auch der kirchliche sowie soziale Charakter des Hauses zum Ausdruck kommen.

Das neue Propst-Beier-Haus werde als ressourcenschonendes und nachhaltiges Gebäude geplant. Ein Teil des Gebäudes soll als Verwaltungstrakt genutzt werden, dort entstehen Büros, Registratur und ein Veranstaltungsbereich. Als Herzstück des Neubaus ist eine Kapelle für Gottesdienste und Gebete vorgesehen. Auch ein kleiner Garten soll entstehen. Zuletzt waren im Propst-Beier-Haus die Caritas und die Liga-Bank untergebracht.

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