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Dresden: Dauerhaftes Tempolimit auf der A 4

Zunächst war es ein Versuch, zwischen den Autobahndreiecken Dresden-Nord und -West die Geschwindigkeit zu drosseln. Nun ist ein Entscheidung gefallen.

Zwischen dem Dreieck Dresden-Nord und -West ist ein Unfallschwerpunkt, der durch ein Tempolimit entschärft werden soll.
Zwischen dem Dreieck Dresden-Nord und -West ist ein Unfallschwerpunkt, der durch ein Tempolimit entschärft werden soll. © Roland Halkasch

Dresden. Der 15 Kilometer lange Abschnitt zwischen den Autobahndreiecken Dresden-Nord und Dresden-West auf der A 4 galt als Unfallschwerpunkt. Dann entschied das Land, eine vorübergehend Geschwindigkeitsbegrenzung einzuführen.

Dieser Versuch würde Ende des Jahres auslaufen. Nun hat Verkehrsminister Martin Dulig (SPD) entschieden, wie es weitergeht.

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Staus und Unfälle sind auf der Bundesautobahn 4 seit Jahren ein Problem. Im März 2018 hat das Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr deshalb das Tempo von 120 auf 100 Stundenkilometer auf dem stark befahrenen Abschnitt zwischen Dresden-Nord und -West gedrosselt.

Die sehr dichte Anschlussstellenfolge in diesem Abschnitt, die topografischen Bedingungen mit dem Brabschützer Berg und die hohe Verkehrsbelastung – insbesondere durch den ständig steigenden Laster- und Bus-Anteil – bewirken einen zunehmend ungleichmäßigen Verkehrsfluss zwischen den einzelnen Fahrstreifen, heißt es aus dem Ministerium. Mit dem Tempolimit sollte der Verkehrsfluss gleichmäßiger, Überholvorgänge und Spurwechsel reduziert und so Verkehrsunfälle verringert werden.

Die Auswertung zeige laut Minister Dulig, dass die Verkehrssicherheit im Testzeitraum gestiegen sei. Nach Angaben der Polizeidirektion Dresden und des Autobahnpolizeireviers Dresden hält sich die Mehrheit der Fahrer an das Tempolimit. Die Unfallzahlen seien deutlich zurückgegangen.

Deshalb entschied Dulig nun: Der ursprünglich bis Ende dieses Jahres befristete Verkehrsversuch wird vorzeitig beendet und in eine dauerhafte Regelung überführt. "Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer steht für mich an oberster Stelle", teilt der Minister mit. "In Anbetracht des perspektivisch weiter zunehmenden Verkehrsaufkommens ist das Tempolimit derzeit die geeignetste Maßnahme, um schwere Unfälle zu verhindern und den Verkehr flüssiger zu gestalten."

Dulig erklärt weiter: "Ein geringerer Schadstoffausstoß und geringerer Verkehrslärm sind weitere positive Effekte der reduzierten Geschwindigkeit."

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Der rund 15 Kilometer lange Abschnitt habe das höchste Verkehrsaufkommen der sächsischen Autobahnen. Im Jahr 2019 wurden dort durchschnittlich 103.293 Fahrzeuge pro Tag gezählt. 2016 waren es noch 97.207 Fahrzeuge im Durchschnitt pro Tag und 2017 gut 100.000 Fahrzeuge.

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