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Diese Restaurants eröffnen in Dresden

Noch immer gelten Coronaregeln, das hält Dresdner Gastronomen aber nicht davon ab, neue Ideen in neuen Lokalen umzusetzen. Ein Überblick.

Die beiden haben das Sagen im neuen Lokal "Platzhirsch am Schlosseck": Betreiber Heiko Meyer (li.) und sein Küchenchef Jean-Luc Renauld.
Die beiden haben das Sagen im neuen Lokal "Platzhirsch am Schlosseck": Betreiber Heiko Meyer (li.) und sein Küchenchef Jean-Luc Renauld. © René Meinig

Dresden. Die Monate des Lockdowns haben den Dresdner Gastronomen zugesetzt. Die Restaurants mussten lange geschlossen bleiben, mancher Koch und manche Servicekraft hat sich daraufhin beruflich neu orientiert. Auch angesichts der Arbeitszeiten an Abenden und dem Wochenende fällt es den Gaststättenbetreibern immer schwerer, gutes Personal zu finden.

Doch seit dem Sommer sind die Lokale wieder voll. Touristen kommen zurück in die Stadt und auch die Dresdner scheinen nachholen zu wollen, was sie in den Monaten verschlossener Türen nicht konnten: gut essen gehen. Einige Gastronomen haben diese Entwicklung zum Anlass genommen, neue Restaurants zu öffnen. Ein Überblick.

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Platzhirsch am Schlosseck

20 Jahre lang hat Heiko Meyer seine Gäste im Altmarktkeller mit vorwiegend sächsischen Gerichten erfreut, nun zieht er dort einen Schlussstrich. "Es gibt einen neuen Gebäudeeigentümer, die Berlinhaus AG, mit dem wir uns über die Miethöhe nicht einig geworden sind", sagt der 58-Jährige. Am Donnerstag ist der letzte Arbeitstag seines Teams im Keller. Doch schon ab 1. November starten die 24 Mitarbeiter im "Platzhirsch am Schlosseck" neu durch. "Ich bin sehr froh, dass alle mitgekommen sind", sagt Meyer.

Im neuen Restaurant an der Ecke Schloßstraße/Rosmaringasse will Küchenchef Jean-Luc Renauld, der zuvor unter anderem im Schlosshotel Pillnitz gekocht hat, international inspirierte Küche anbieten, aber durchaus auch sächsische Klassiker wie Sauerbraten und Würzfleisch. In der ersten Etage entsteht die Radeberger Lounge, die für Feiern oder andere Anlässe für maximal 30 Personen reserviert werden kann.

Coronabedingt hat sich die Fertigstellung des Lokals im Schlosseck der Baywobau um vier Wochen verzögert. Doch jetzt soll es schnell gehen mit der Inneneinrichtung, sagt der Betreiber. Neben den Säulen in grau-weiß soll es holzverkleidete Wände geben, petrolfarbene Tupfer lockern die Farbgebung auf. "Wir wollen eine Mischung aus modern und traditionell, rustikal waren wir jetzt lange genug", sagt Meyer. Sein "Platzhirsch" bietet 120 innen- und etwa die gleiche Anzahl an Außenplätzen.

Der "Platzhirsch" öffnet im neuen Quartier Schlosseck an der Ecke Schloßstraße/Rosmaringasse.
Der "Platzhirsch" öffnet im neuen Quartier Schlosseck an der Ecke Schloßstraße/Rosmaringasse. © René Meinig

Kentucky Fried Chicken am Altmarkt

Am Donnerstag ist es so weit: Kentucky Fried Chicken öffnet am Altmarkt. Lange hatte die Fast-Food-Kette ein Geheimnis um die Eröffnung gemacht, obwohl die Fensterscheiben schon monatelang beklebt sind mit Werbung. Bei der Kette gibt es Hähnchenteile, Burger und Pommes. Die Kette hat in den USA schon eine lange Tradition. 1930 eröffnet Harland Sanders eine Tankstelle in Corbin, Kentucky. Schon entdeckt er das Kochen als seine große Leidenschaft. Er bewirtet Durchreisende mit traditioneller Südstaatenküche, auch Brathähnchen steht auf der Karte. Als immer mehr Gäste kommen, eröffnet Sanders gegenüber der Tankstelle ein Restaurant mit 142 Sitzplätzen. Das "Harland Sanders Café", in dem die Marke KFC ihren Ursprung hat, wird heute als historische Stätte von Fans besucht.

Peckerl Tattoo-Café

Kaffee und ein Tattoo: Das ist die Idee hinter dem Café Peckerl im Hechtviertel. Gemütlich bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen können sich Mutige verschönern lassen. Erst ein Tattoo-Motiv überlegen und dann ein "Hand Poked Tattoo" auf den Körper stechen lassen. Diese Art von Körperschmuck wird ohne Tätowiermaschine per Hand unter die Haut gestochen.

Villandry in der Neustadt

Einen Neustart an bekannter Stelle, aber mit neuen Gesichtern, gibt es in der Neustadt. Das Villandry eröffnete wieder auf der Jordanstraße. "Wir lieben nicht nur gutes Essen, auch unsere Weine und Getränke wählen wir nach der gleichen Philosophie aus", so die Betreiber. Mittwoch bis Samstag hat das Lokal ab 17 Uhr geöffnet, Ruhetage sind Sonntag bis Dienstag. Eine Veranstaltung kann aber jeden Tag dort eingebucht werden. Die bisherigen Betreiber, die Brüder Bernd und Uwe Haufe, hatte es 2017 aufs Land gezogen. Sie hatten Adams Gasthof in Moritzburg übernommen.

nr13 an der Hafencity

Vom neuen Restaurant nr13 hat der Dresdner einen schönen Blick auf die Elbe und ins Grüne. Das Restaurant liegt direkt am Elberadweg in der Hafencity Dresden. Die Inhaber Mario Kreibich und Henrik Baumbach wollen "frische, freche Küche mit Produkten aus der sächsischen Region, ohne Fritte, und ohne Mikrowelle". Außerdem gibt es Cocktails und Weine.

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Wer mit dem Auto kommt, kann direkt über die Leipziger Straße 13 "Kreativzentrum" in Höhe Esso-Tankstelle einfahren und vor dem nr13 sein Fahrzeug abstellen. Eine Anfahrt über die Uferstraße ist auch möglich. Am Ende gibt es ausreichend Parkplätze.

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