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Neues Lokal am Dresdner Neumarkt

Nach der Insolvenz der Steakhaus-Kette Maredo gibt es nun in dem Laden frischen Wind. Die neuen Betreiber des "Zum Schwan" sind bekannte Gastronomen.

Janet und Maik Kosiol in ihrem neuen Lokal.
Janet und Maik Kosiol in ihrem neuen Lokal. © René Meinig

Dresden. Der Dresdner Neumarkt ist wieder gut gefüllt in diesen Tagen. Viele Touristen sind unterwegs, die Parkplätze und die Lokale in der Stadt voll. Für sie und für die Dresdner gibt es nun ein neues Restaurant in der Innenstadt.

Vor wenigen Wochen eröffnete das "Zum Schwan" auf dem Neumarkt. Die Inhaber sind keine Unbekannten. Janet und Maik Kosiol führen auch das Italienische Dörfchen, das Brunetti und die Elbterrasse Wachwitz.

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Nun übernahmen sie die Räume des Maredo. Die Steakhaus-Kette hatte im März Insolvenz angemeldet und zahlreiche Lokale geschlossen. "Wir haben uns getraut und sind diesen Schritt gegangen, auch damit unsere Mitarbeiter aus der Kurzarbeit herausgekommen", sagt Maik Kosiol. Das Konzept orientiert sich auch ein wenig an dem Holzkohlegrill, der in der Küche steht. Also gibt es Rinderhüfte und Roastbeef, aber auch Salate, Suppen und Low Carb, also kohlenhydratarme Gerichte für Figurbewusste. Auf der Kinderkarte stehen unter anderem Nudeln und Grießbrei. Auf der Getränkekarte findet man unter anderem das traditionsreiche Stadtwaldschlösschen-Bier.

Im  Gasthaus haben die Inhaber  im Erdgeschoss 160 Plätze, in der ersten Etage können nochmal 60 Personen den Blick über den Neumarkt und die Frauenkirche schweifen lassen. Im Außenbereich gibt es 140 Plätze. Geöffnet ist täglich ab 11.30 Uhr. "Der Betrieb ist gut angelaufen und wir merken, dass wieder Touristen in der Stadt sind", so Kosiol. Die kämen zwar nicht wie sonst oft aus Japan oder Russland, sondern aus Deutschland - aber sie sind da.  

Name erinnert an Geschichte des Ortes

Das neue Lokal zog an einen historischen Ort auf dem Neumarkt, denn bereits 1740 richtete der damalige Hausbesitzer Johann Christoph Kiesel in den beiden Vorgängerbauten die Gastwirtschaft "Zum Weißen Schwan" ein. In Erinnerung an diese Historie haben sich die Wirte für den Namen entschieden.

Janet und Maik Kosiol in ihrem neuen Lokal an der Frauenkirche.
Janet und Maik Kosiol in ihrem neuen Lokal an der Frauenkirche. © René Meinig

Während das Milchmädchen-Kaffeehaus schon offen ist und das Brunetti im Italienischen Dörfchen ab 1. Oktober wieder öffnen soll, bleibt das Stadtwaldschlösschen-Schankhaus im Objekt erstmal zu. "Das ist aufgrund der Baustelle und der damit fehlenden Sichtbarkeit unseres Hauses für die Gäste wirtschaftlich nicht machbar", so Kosiol. Schon im Januar diesen Jahres, bevor dann Corona die Gastronomen in der Stadt beutelte, musste Kosiol im Italienischen Dörfchen Schließtage einführen. "Die Baustelle auf dem Theaterplatz und der Augustusbrücke macht uns das Geschäft immer schwerer", erklärte Maik Kosiol damals. Eigentlich sollten die Bauarbeiten vor dem Restaurant längst fertig sein, doch nun dauern sie bis 2021. "Als das neue Baufeld im letzten Sommer genau vor unserem Biergarten aufgebaut wurde, ist unser Umsatz dort um 50 Prozent eingebrochen", erzählt der Wirt. Kein Gast wolle sein Bier direkt neben Baggern und Presslufthammer trinken.

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Am 1. Februar 2019 hatten die Kosiols das Traditionshaus am Theaterplatz von Wirt Uwe Wiese übernommen. Dieser gab nach 25 Jahren auf. Im Erdgeschoss eröffnete auch das Milchmädchen-Kaffeehaus. Dort gibt es Frühstück sowie Kaffee und Kuchen. Im Obergeschoss führen die beiden das Brunetti Centro, ein italienisches Restaurant, wo es Pizza und Pasta gibt.

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