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Bewegung in Neustädter Gastro-Szene

In Dresden trauen sich Wirte auch im Lockdown Neues. Wo man sich Essen zum Mitnehmen holen kann.

Amir Fathi hat seinen Crepeladen eröffnet.
Amir Fathi hat seinen Crepeladen eröffnet. © René Meinig

Dresden. Mit Freunden oder der Familie essen gehen? Sich mal wieder schick machen und in eine Bar gehen? Das alles ist gerade aufgrund der Pandemie nicht möglich. Den Dresdner Gastronomen geht es nicht gut und viele warten immer noch auf die Hilfsgelder. Trotzdem trauen sich zwei Wirte und wagen einen Neustart.

So wie Amir Fathi, der sich mit seinem Laden "Flavour to go" auf der Louisenstraße einen Traum erfüllt hat. "Wir verkaufen Crepes mit verschiedenen Füllungen, süß und herzhaft", sagt er, der vor wenigen Wochen eröffnet hat. Es gibt sie mit Nutella und Bananen, aber auch mit Avocado und Fisch. Momentan ist pandemiebedingt nur das Abholen und der Lieferdienst möglich. "Es wird gut angenommen, sowohl mittags als auch abends", sagt er. Zu den Crepes gibt es Kaffee oder Tee. "Ich habe diverse Sachen vorher gemacht und da es noch keinen Crepes-Laden in der Neustadt gibt, habe ich mich getraut und habe eröffnet."

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Nicht neu, aber in neuen Räumen lädt nun das Codo seine Gäste ein. Das Lokal ist vergangene Woche ein Haus weiter gezogen auf der Königsbrücker Straße, gegenüber der Schauburg. "Wir verkaufen momentan zum Beispiel zum Mitnehmen Sushi und Bánh Mì, die traditionellen vietnamesischen Baguettes mit französischen Wurzeln", erzählt Giang Dannemann aus dem Codo. Außerdem steht Street Food wie das Nationalgericht Phở Gà (Hühnersuppe mit Reisbandnudeln und Kräutern) sowie täglich wechselnde Hauptgerichte auf der Karte. "Wenn wir wieder richtig öffnen dürfen, gibt es auch selbstgemachte Limonaden", sagt sie. Umgezogen sind sie, weil sie nun mit rund 60 Sitzplätzen mehr Platz haben als vorher. Vorher gab es in dem Bistro nur sehr wenige. Eine weitere Filiale in der Neustadt hat das Codo am Albertplatz.

Eine Eröffnung Mitten im Lockdown? "Klar, es war eine ungünstige Zeit, aber warum nicht?", sagt auch Jochen Zeller, der ein paar Tage vor Weihnachten seinen Laden "Miss Zhao's Fresh" am Albertplatz eröffnete. Dort gibt es frische Smoothies aus Obst, Säfte aus Orange, Ingwer, Karotte und Co., aber auch Tee sowie Bubble Tea zum Mitnehmen.

Der Name Zhao stammt von seiner Frau, die das Lokal Miss Zhao's Kitchen in der Altstadt betreibt, vorher lebten sie jahrelang zusammen in China. "Von dort haben wir auch die Liebe zu frischen Zutaten und frischer Zubereitung mitgebracht", sagt Jochen Zeller. Jeder Saft oder Smoothie wird frisch hergestellt, während der Kunde wartet. "Fertig aus Krügen gibt es bei uns nicht", so Zeller.

Ebenso wenig wie Kuhmilch, in den Smoothies ist Mandelmilch. "Die Idee, den Laden aufzumachen, ist im Laufe des Jahres 2020 geboren und dann wurde mit dem Geschäft am Albertplatz die perfekte Location leer", erzählt der Vater zweier Kinder.

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