merken
PLUS Dresden

Diese Restaurants sind neu in Dresden

Die Pandemie war nicht leicht für Dresdens Wirte. Jetzt gibt es gleich mehrere Neueröffnungen in der Stadt.

Paul Götze hat sich mit "Kiepe" am Schillerplatz niedergelassen.
Paul Götze hat sich mit "Kiepe" am Schillerplatz niedergelassen. © Sven Ellger

Dresden. Monatelang geschlossen wegen Corona und kein Personal: Die letzten Jahre waren schwer für die Dresdner Gastronomen. Doch in diesem Sommer sind die Lokale wieder voll. Zeit, neue Restaurants zu eröffnen, dachten sich einige Wirte. Auf diese neuen Läden können sich die Dresdner freuen.

Schillerplatz: Wraps, Pizza und Kuchen im "Kiepe"

Es ist gerade neun Wochen her, genau am 7. Juli haben Paul Götze und sein Geschäftspartner Christian Blecke das Bistro "Kiepe" am Schillerplatz 3 eröffnet. Die beiden jungen Männer, gelernte Köche, bieten dort wochentags Frühstück und Mittagessen an. Vorher haben beide im Bistro eines Bio-Supermarktes gearbeitet und 2019 das Restaurant Coschützer Höhe übernommen. "Das erste Jahr lief super, dann kam Corona", sagt Paul Götze. Doch sie hatten einen verständnisvollen Vermieter, der sie eher aus dem Vertrag herausließ.

UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand
Willkommen im UnbezahlbarLand

Was ist eigentlich das Unbezahlbarland? Warum ist der Landkreis Görlitz Unbezahlbarland? Hier finden Sie alle Infos.

Dann haben beide nach geeigneten Standorten für etwas Neues gesucht, das auch zeitlich den Ansprüchen besser gerecht wird. Kein Abend- und Wochenendbetrieb mehr. So rückte der Schillerplatz 3 in den Fokus. "Wir haben uns für den Schillerplatz entschieden, weil es ein attraktiver und belebter Standort ist", sagt Götze. "Es läuft noch verhalten an, sind ja gerade Ferien, aber von Woche zu Woche kommen mehr Gäste."

Die Inneneinrichtung des Bistros haben sie selbst gestaltet. Im Angebot sind Bagels, Wraps und Pizzastücke, selbstgemachter Kuchen und Cookies. Täglich gibt es auch Mittagsgerichte.

"Wir leben vorwiegend von Laufkundschaft sowie den Mitarbeitern aus den Büros und Läden rund um den Schillerplatz", sagt Götze. Die wenigsten davon hätten ein Problem mit den weggefallenen Parkplätzen an der Elbe, zumindest habe das noch niemand thematisiert.

Wallstraße: Rauchiges Barbecue im "Hickory"

Keine Unbekannte in der Dresdner Gastroszene ist Giang Dannemann. Die studierte Wirtschaftsinformatikerin betreibt mit Partnern bereits zwei "Hot Woks" und drei Codo-Restaurants. Im vorigen Jahr hat sie am Postplatz das "Shiki" mit gehobener asiatischer Küche eröffnet. Nun folgt im ehemaligen "Maredo" an der Wallstraße das "Hickory". Und wieder ist es ein völlig neues Konzept mit "Grill & Smoke".

"Das habe ich von meiner Schwester übernommen, die zwei Restaurants dieses Namens in München betreibt", sagt Giang Dannemann. Sie ist die Tochter einer vietnamesischen Gastarbeiterin und kam 1993 als 15-Jährige aus Vietnam hierher, weil ihre Mutter hier gearbeitet hat.

Im "Hickory" soll es Spare Ribs, Steaks und Fisch geben, die im Ofen vorgegart werden und anschließend auf den Holzkohlegrill kommen. Auch Tapas und Gemüsegerichte werden auf der Speisekarte stehen, sagt Dannemann. Sie ist sich des Risikos bewusst, dass es möglicherweise wieder Einschränkungen wegen Corona geben wird. "In München kommt das Konzept super an und da dachte ich, es auch in Dresden auszuprobieren. So etwas gibt es hier noch nicht."

Vorteilhaft für sie war, dass es im einstigen "Maredo" bereits einen offenen Holzkohlegrill gab. Das Innere des "Hickory" wird gerade neu gestaltet, Grüntöne in Kombination mit Gelb und Braun bestimmen jetzt den Restaurantcharakter. Am 15. September soll das Lokal öffnen, in der ersten Woche mit kleinerer Speisekarte, damit sich die Koch- und Service-Mannschaft gut einarbeiten kann. Das Personal sei gut vorbereitet und sie sei froh, genügend Mitarbeiter gefunden zu haben, sagt Giang Dannemann. Sie wird das "Hickory" mit drei weiteren Partnern betreiben.

Prager Straße: Donut-Kette kommt nach Dresden

Die Donut-Kette "Royal Donuts" wird voraussichtlich im November auf der Waisenhausstraße 8 seinen rund 100 Quadratmeter großen Laden eröffnen. Bisher war dort eine Filiale der Firma Foot Locker.

Donuts sind in fett ausgebackene Krapfen aus Hefe- oder Rührteig, meist mit einem Loch in der Mitte. Es gibt sie mit verschiedenen Füllungen, Soßen, Glasuren und Toppings wie Früchten oder Schokolade. Auch vegane Varianten sind im Angebot.

Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter "Dresden kompakt" und erhalten Sie alle Nachrichten aus der Stadt jeden Abend direkt in Ihr Postfach.

Die Donut-Kette wurde 2018 gegründet und hat ihren Unternehmenssitz in Aachen. Mittlerweile betreibt das Franchise-Konzept deutschlandweit bereits über 150 Filialen, darüber hinaus noch 30 weitere in Europa sowie in Dubai und Tunesien. Nun kommt auch eine in Dresden dazu.

Altmarkt: KFC-Fastfood-Kette eröffnet

Schon seit Jahren ist das Schaufenster am Altmarkt beklebt mit der Werbung , dass die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken nach Dresden kommt. Nun bestätigt das Unternehmen auf SZ-Anfrage: Es soll endlich losgehen. "Ende September soll die Filiale eröffnen", so ein Sprecher. Details will man aber noch nicht verraten. Bei der Kette gibt es Hähnchenteile, Burger und Pommes.

Hafencity: Mittelmeer-Aromen in der Elbuferei

Im Restaurant Elbuferei können die Gäste mit Blick auf die Elbe essen. Die Küche steht ganz im Zeichen der Mittelmeer-Aromen. "Diese interpretiert Küchenchef Marcel Kube mit voller Wucht und frei von Tam Tam", so das Restaurant. Das Herzstück der Elbuferei ist die offene Showküche. Wer gern Fleisch ist, kann es aus dem hauseigenen Dry-Aged-Schrank essen, dort warten die Steaks auf ihre Bestellung. Sie werden regional geliefert, von der Fleischerei Händlers aus Großdobritz - nur 25 Kilometer von der Elbuferei entfernt.

Mehr zum Thema Dresden