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So spannend war die "Piaf"-Premiere in Dresden

Ohne Liebe ist alles nichts: Dem Dresdner Staatsschauspiel gelingt eine facettenreiche Sicht auf das traurigschöne Leben von Chansonsängerin Édith Piaf.

Von Rainer Kasselt
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Betty Freudenberg in einer Szene von "Piaf. Mythos, Rausch und Wirklichkeit" am Dresdner Staatsschauspiel.
Betty Freudenberg in einer Szene von "Piaf. Mythos, Rausch und Wirklichkeit" am Dresdner Staatsschauspiel. © Sebastian Hoppe

Sie hat was, die Kleine. Man nennt sie den Spatz von Paris. Sie ist nur Einmetersiebenundvierzig groß, ihr Künstlername Piaf heißt auf Französisch Spatz, und ihrem Wesen nach wird sie immer ein Kind der Straße bleiben. 1915 wird Edith Gianna Gassion in einem Pariser Armenviertel geboren. Die Mutter Kaffeehaussängerin, der Vater Zirkusakrobat. Sie wächst bei ihrer Großmutter im Bordell auf. Mit fünfzehn schlägt sich Édith als Straßensängerin durch. Sie wird von einem Nachtclubbesitzer entdeckt und dressiert.

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