Partner im RedaktionsNetzwerk Deutschland
SZ + Feuilleton
Merken

Warum Armin Mueller Stahl nicht zur Premiere "seines" Films nach Dresden kam

Der musizierende und malende Schauspieler erzählt mit Musikern aus Dresden sein Leben in einem Doku-Porträt. Eigentlich wollte er es selbst vorstellen.

Von Peter Ufer
 6 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
Es gehe Armin Mueller-Stahl nicht so gut, so sein Management. Eine kleine Operation habe nicht zugelassen, dass er nach Dresden kommen könne. Beworben wurde der Abend trotzdem mit ihm.
Es gehe Armin Mueller-Stahl nicht so gut, so sein Management. Eine kleine Operation habe nicht zugelassen, dass er nach Dresden kommen könne. Beworben wurde der Abend trotzdem mit ihm. © Guido Werner

Der letzte eingeweckte Braten der Mutter rettete ihm 1944 das Leben. Da war er 13 Jahre. Er aß das fette Schwein, war satt für den Krieg und satt für den Tod. Er sollte kämpfen an der Front von Pasewalk. Als sich die Jungs zur Abfahrt am Bahnhof trafen, wurde ihm schlecht. Er kotzte den Braten raus an einen Baum. Der Hauptmann schickte ihn zurück nach Hause. Am nächsten Tag würde noch ein Zug an die Front fahren. Doch der nächste Zug fuhr nimmer. Viel später sah er sich das vergilbte Klassenfoto an, alle, Mann für Mann, gefallen bei Pasewalk. Er ist heute über 90, seine Haare werden dünn. „Danke Mutters Eingewecktem, dass ich noch am Leben bin.“

Ihre Angebote werden geladen...