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Wo bleibt die Dresden-Maske?

Alle müssen irgendwann Mundschutz tragen. Der darf auch schön sein - und für Touristen sollte es eine besondere Kollektion geben.

Für Dresden-Besucher sind diese Masken-Muster nicht schön genug.
Für Dresden-Besucher sind diese Masken-Muster nicht schön genug. © Archiv/Jürgen Lösel

Dresden. Wir müssen sie nun mal tragen, alle. Und fast alle machen mit, in Läden, Bussen, Straßenbahnen und Geschäften. Manche tragen sie auch draußen, obwohl wir gar nicht müssen. 

Jedenfalls nicht überall. Die Masken, offiziell Mund-Nase-Bedeckung genannt, wofür Behörden (wer sonst) auch schon die Abkürzung MNB kreiert haben, sind zum Alltag geworden. Manchmal vergesse ich sogar, meine wieder abzunehmen, wenn ich ein Geschäft verlassen habe oder im Auto sitze.

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Ich habe fünf davon. Eine von meinem Arbeitgeber und vier gekaufte. Keine Normalo-Masken, wie es sie für kleines Geld im Zehnerpack gibt. Meine haben Farben und Muster. Die beste musste ich ganz schnell kaufen, weil ich keine dabei hatte und nur noch wenige Minuten Zeit bis zu einem Termin waren. 

Trotzdem ist sie die Maske, die ich am liebsten trage, wenn man davon beim "Guschendeggel" überhaupt reden kann. So heißt sie sächsisch, und das ist immerhin besser als MNB.

Aber warum hat noch niemand eine echt sehenswerte Dresden-Kollektion erfunden? Mit guten Fotos, Stadtwappen oder Liebeserklärungen an die Stadt. Masken, die vor allem dort angeboten werden, wo demnächst vielleicht wieder viele Besucher sind? 

In den Läden rund um den Neumarkt, am Flughafen, in den Bahnhöfen, in Geschenkeläden. Es gibt Taschen, Tassen und T-Shirts als Dresden-Devotionalien, warum also nicht auch eine hier gestaltete und hergestellte Maskenkollektion?

Man könnte sie auch in verschiedenen Sprachen anbieten. Ruckzuck rauf damit auf eine Maske, dazu die Stadtsilhouette, fertig ist das Mitbringsel aus Saxony. Das wirkt, schließlich werden die Dinger anderswo auch dann getragen, wenn kein Corona-Virus unterwegs ist.

Klar, für Hipster müsste es natürlich eine Kollektion mit coolen Sprüchen sein, besser als "I like Dresden" mit roten Herzchen.

Später können sich die Dresden-Besucher beim Anblick der Maske dann gleich an zwei Dinge erinnern: An diese ungeliebten Monate, die wir uns ja doch irgendwie schön machen mussten. Und an Dresden, was sowieso schön ist - mit und ohne Maske.

An dieser Stelle schreiben Redakteure der Dresdner Stadtredaktionen aus ganz persönlicher Sicht über Gedanken, Beobachtungen und Erfahrungen aus dem Alltag im Lockdown.

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