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Corona: Über 200 Quarantäne-Fälle an Dresdner Schulen

Das neue Schuljahr ist erst eine Woche alt, jetzt sind gleich drei Einrichtungen betroffen. Was bisher dazu bekannt ist.

Das neue Schuljahr ist eine Woche alt, jetzt sind gleich drei Einrichtungen in Dresden betroffen.
Das neue Schuljahr ist eine Woche alt, jetzt sind gleich drei Einrichtungen in Dresden betroffen. © Symbolbild: dpa/Robert Michael

Dresden. Erst eine Woche ist wieder Schule, nun gibt es bereits Fälle an mehreren Dresdner Schulen. Letzte Woche war zunächst ein Fall am Benno-Gymnasium bekannt geworden.

Am Montag wurde dem Gesundheitsamt Dresden übermittelt, dass ein Schüler der 11. Klasse des Gymnasiums Cotta positiv getestet wurde. Aktuell ermittelt das Dresdner Gesundheitsamt die Kontaktpersonen. Die gesamte Jahrgangsstufe musste sich in Quarantäne begeben - mehr als 100 Schüler. 

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In der 25. Grundschule sind seit Freitag, 4. September, die Schüler einer 3. Klasse sowie eine Lehrerin und eine Horterzieherin als Kontaktpersonen abgesondert. Diese 24 Menschen bleiben bis Freitag, 18. September, in Quarantäne. 

Im St.-Benno-Gymnasium sind die 11. Klassenstufe, weitere drei Schüler der 12. Klasse und drei Lehrer sowie die Familie des betroffenen Schülers seit 2. September und bis 16. September unter Quarantäne gestellt. Insgesamt betrifft das hier 110 Personen. 

Der betroffene Schüler hatte sich auf dem Rückweg aus dem Urlaub testen lassen. Das bestätigte Michael Baudisch, Sprecher des Bistums Dresden Meißen, Träger des Gymnasiums, in der vergangenen Woche. Die Schüler bekommen nun Online-Unterricht. 

Schon im März Fall am Benno-Gymnasium

Bereits im März hatte sich ein Schüler vom Benno-Gymnasium mit dem Virus infiziert. Damals reagierten Stadt und Schule allerdings anders auf die Nachricht, die am 15. März einging. Das Gesundheitsamt stellte den Kontakt zur Schulleitung her und ordnete die Schulschließung bis einschließlich 27. März an. Diese Entscheidung erging unabhängig von der generellen Schulschließung, die am 16. März folgte und bis Mitte Mai galt.

Im Mai hatte es dann einen Corona-Fall in einer Kita gegeben. Es handelte sich um ein Kind, das Husten und Schnupfen hatte und dessen Eltern es daraufhin testen ließen. Der Verdacht bestätigte sich. Alle Kontaktpersonen wurden damals vom Gesundheitsamt ermittelt, sie mussten in Quarantäne.

Bislang ist das Coronavirus bei vergleichsweise wenigen Kindern und Jugendlichen festgestellt worden. Im Grundschulalter zwischen sechs und zehn Jahren sind in Dresden bis Ende August sechs Fälle gemeldet worden, im Alter von 11 bis 18 Jahren wurden 18 Infektionen nachgewiesen, wie aus den Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht.

Üblicherweise werden Personen, die Kontakt zu einem Infizierten hatten, nicht standardmäßig auf das Virus getestet, sondern in häusliche Isolation geschickt. Sollten innerhalb dieser 14 Tage Symptome wie trockener Husten, Fieber oder Veränderungen des Geruchs- und Geschmackssinns auftreten, können auch sie sich einem Test unterziehen lassen. Die Entscheidung trifft in der Regel der Hausarzt. 

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Das Gesundheitsamt kann ebenfalls Tests nur zur Nachverfolgung von Infektionsketten durchführen, also bei Kontaktpersonen zu einem Infizierten, heißt es auf der Homepage der Stadt. In jedem Fall muss die Behörde informiert werden, sollte während der Quarantäne ein Test positiv ausfallen.

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