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Das gilt ab Dienstag in Dresdens Kitas und Horten

Meistgelesen in dieser Woche: Damit Kitas und Horte offen bleiben können, müssen sich Erzieher zweimal wöchentlich auf Corona testen lassen.

Ab Dienstag nach Ostern müssen die Erzieher in Dresdner Kitas und Horten zweimal wöchentlich getestet werden.
Ab Dienstag nach Ostern müssen die Erzieher in Dresdner Kitas und Horten zweimal wöchentlich getestet werden. © Sina Schuldt/dpa (Symbolbild)

Dresden. In der Woche nach Ostern gilt: Kita- und Horterzieher müssen sich zweimal pro Woche auf das Coronavirus testen lassen. Mit dieser neuen Strategie sollen die Kindergärten, Kinderkrippen und Horte geöffnet bleiben - unabhängig von der Wochen-Inzidenz. Aber gibt es überhaupt genügend Tests? Und was ist mit Eltern, die ihre Kinder in die Kita begleiten wollen? Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten zu den neuen Regeln.

Wie sind die Dresdner Kitas auf die Testpflicht vorbereitet?

Der Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen arbeitet bereits seit Dezember mit einem eigenen Testkonzept für Schnelltests. Das teilt Bildungsbürgermeister Jan Donhauser (CDU) auf SZ-Anfrage mit. Gibt es eine Corona-Fall in einer Kita oder einem Hort, werden alle Mitarbeiter in der Einrichtung getestet. Darüber hinaus können sich seit dem 15. März alle Beschäftigten in den städtischen Kindertageseinrichtungen einmal wöchentlich auf eine mögliche Infektion testen lassen, unabhängig davon, ob es eine Corona-Fall gab. Die Tests werden von einem eigens dafür geschulten Team übernommen.

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Das Testkonzept wurde nun an die neuen Corona-Schutzverordnung angepasst. Das heißt, der Corona-Test ist nicht mehr freiwillig, sondern verpflichtend und muss zweimal wöchentlich per Selbsttest durchgeführt werden.

Gibt es ausreichend Tests und sind sie bereits verteilt?

Ja, für die erste Woche gibt es ausreichend Tests. Die Lieferung übernimmt der Freistaat, der städtische Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen verteilt die Tests dann in den Einrichtungen. Für die Zeit danach wird die Umsetzung der Testpflicht stark davon abhängen, wie viele Schnelltests gerade auf dem freien Markt verfügbar sind, so Donhauser.

Bislang habe alles gut geklappt, es gab immer ausreichend Tests. Diese wurden entweder vom Eigenbetrieb selbst beschafft oder vom Freistaat Sachsen geliefert, so Donhauser weiter. "Die Zahl der derzeit noch vorhandenen PoC-Antigen-Schnelltests in den städtischen Kindertageseinrichtungen variiert, je nachdem wie das Angebot durch die Beschäftigten angenommen wurde." Allerdings werden durch die nun eingeführte Pflicht deutlich mehr Tests benötigt.

Wie viele Erzieher müssen getestet werden?

Im Eigenbetrieb Kindertageseinrichtungen müssten nach derzeitigem Stand rund 3.500 Erzieher zweimal in der Woche getestet werden. "Bei den freien Trägern handelt es sich um etwa die gleiche Größenordnung", so Donhauser.

Demnach muss der Freistaat allein für Dresden wöchentlich etwa 14.000 Schnelltests zur Verfügung stellen.

Wer übernimmt die Kosten dafür?

Anders als bisher werden Schnelltests für die Mitarbeiter in den sächsischen Kitas und Horten nun durch den Freistaat zentral beschafft.

Die Kosten für die Tests teilen sich die Kommunen mit dem Freistaat, die Kosten für die Verteilung in die Dresdner Einrichtungen übernimmt die Landeshauptstadt.

Was müssen Eltern beachten?

Für die Kita-Kinder selbst gilt keine Testpflicht. Auch nicht für Eltern, die die Kinder bis zum Eingangsbereich der Kita bringen oder sie von dort abholen. Die Kinder müssen dann im Freien an die Erzieher übergeben werden. Zudem besteht für die Erwachsenen eine Maskenpflicht.

Mütter und Väter, die die Kita oder Krippe betreten müssen - etwa, weil ihr Kind gerade eingewöhnt wird -, können dies nur tun, wenn sie sich, wie die Erzieher, getestet haben. Nur mit einem negativen Testergebnis, das nicht älter als drei Tage ist, dürfen sie ihr Kind in das Gebäude begleiten.

Wie viele Kinder besuchen den Ferienhort?

Seit vergangenem Montag genießen die Dresdner Schüler ihre Osterferien, die in diesem Jahr um eine Woche verlängert wurden. In der ersten Woche nutzten rund 33 Prozent der Dresdner Mädchen und Jungen die Ferienbetreuung in den städtischen Horten.

"In der zweiten Ferienwoche ist die Anzahl der angemeldeten Kinder deutlich niedriger", so Donhauser, der neben der Kita- auch für die Hortbetreuung zuständig ist. Im Vergleich zu den Vorjahren müsse berücksichtigt werden, dass die Osterferien in diesem Jahr außerplanmäßig zwei und nicht eine Woche lang sind.

Für die erste Ferienwoche verzeichneten die städtischen Horte einen leichten Anstieg an Anmeldungen. In der zweiten Ferienwoche sind die Anmeldungen ähnlich der Vorjahre. Warum Eltern ihre Kinder in die Hortbetreuung geben, habe ganz unterschiedliche Gründe. "Die Urlaubsplanung in den Familien war teilweise vor der pandemiebedingten Verlagerung der Winterferien und der Verlängerung der Osterferien bereits erfolgt."

Hinzukomme, dass Familien derzeit die Freizeit- und Urlaubsmöglichkeiten fehlen. Andererseits äußerten Eltern auch ihr Vertrauen in die Hygienekonzepte der städtischen Horte, so Donhauser. Zudem hätten Kinder verstärkt den Wunsch, den Hort in den Ferien zu besuchen. "Zu beobachten ist jedoch auch, dass Eltern angesichts steigender Infektionszahlen ihre Kinder für die Hortbetreuung wieder abmelden."

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