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Die beliebtesten Dresdner Instagram-Orte

Jeden Tag werden unzählige Fotos aus Dresden über das soziale Netzwerk in der Welt verteilt. Zur Freude von Florian Kneffel, der die Stadt hier vermarktet.

Nie ohne meinen Hashtag: Florian Kneffel ist Social-Media-Experte bei der Dresden Marketing GmbH.
Nie ohne meinen Hashtag: Florian Kneffel ist Social-Media-Experte bei der Dresden Marketing GmbH. © Sven Ellger

Dresden. Man sieht sie jeden Tag - und in der Regel an denselben Orten. Wenn nicht gerade das Coronavirus Ärger macht, dann tummeln sie sich zu Tausenden in Dresden und versuchen, sich selbst und die historischen Gebäude optimal auf einem Foto unterzubringen. Oftmals helfen dabei Selfie-Sticks.

Viele dieser Fotos finden sich wenig später bei Instagram wieder. Auf der zu Facebook gehörenden Plattform sind Aufnahmen aus Dresden im Vergleich zu Städten ähnlicher Größe auffallend häufig zu sehen. "Instagram-Fotos sind die Postkartenmotive von heute", sagt Florian Kneffel, Social-Media-Experte bei der Dresden Marketing GmbH, einem Tochterunternehmen der Stadt. "Aus der richtigen Perspektive und oftmals mit einem Filter entfalten sie ihre volle Wirkung."

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Der offizielle Instagram-Kanal der Stadt Dresden werde bei der Abonnentenzahl (41.000) deutschlandweit nur von Berlin (242.000) und Hamburg (51.000) getoppt, wie Kneffel nicht ohne Stolz betont. Städte wie Leipzig, Dortmund und Stuttgart könnten da nicht mithalten. Warum? Fast nirgendwo gebe es eine solche Dichte an Sehenswürdigkeiten, die problemlos zu Fuß erreichbar seien.

Nur etwa 60 Prozent der Abonnenten des Dresden-Kanals kommen aus Deutschland. Der Rest wohne vorwiegend in den USA, Brasilien, Italien und Russland.

Dem offiziellen Instagram-Kanal der Stadt Dresden folgen inzwischen bereits mehr als 40.000 Abonnenten.
Dem offiziellen Instagram-Kanal der Stadt Dresden folgen inzwischen bereits mehr als 40.000 Abonnenten. © Screenshot SZ

Kneffel ist 27 und hat in Mittweida Medienmanagement studiert. Bei der Dresden Marketing GmbH ist er verantwortlich für alle Social-Media-Kanäle, von denen Instagram inzwischen der wichtigste ist. "Mit Instagram lassen sich Geschichten wunderbar in stimmungsvolle Bilder packen, die Lust auf einen Urlaub in der sächsischen Landeshauptstadt machen", sagt er. Längst nicht immer müsse es sich dabei um bekannte Orte handeln. Ein Kind mit Laufrad auf dem Elberadweg oder ein Skateboarder in der Halfpipe seien genauso reizvoll.

Alle Fotos auf dem Kanal visit.dresden stammen von anderen Instagram-Nutzern, die sich über die zusätzliche Aufmerksamkeit freuen. Für die täglichen Instagram-Storys sind die Social-Media-Experten der Stadt dagegen selbst mit der Kamera unterwegs. Von Zeit zu Zeit wird der Kanal auch mal an Promis wie Tobias Angerer oder The Dark Tenor übergeben, die dann selbst für Material und Reichweite sorgen.

Regelmäßig checkt Kneffel, welche Dresdner Orte die beliebtesten auf Instagram sind, also am häufigsten mit einem Hashtag verknüpft werden. "Natürlich sind das erst einmal die bekanntesten Sehenswürdigkeiten", sagt er.

Frauenkirche führt das Ranking an

Kaum jemanden dürfte wundern, dass der Hashtag #Frauenkirche mit fast 180.000 Beiträgen das Ranking anführt. "Hierbei ist eine leichte Unschärfe zu beachten, weil unter diesem Hashtag auch ab und zu Bilder der Münchner Frauenkirche auftauchen."

Auf Platz 2 folgt der Zwinger mit rund 90.000 Beiträgen und auf Platz 3 die Semperoper mit etwa 53.000 Beiträgen.

Beim Blick auf die erfolgreichsten Bilder der vergangenen Jahre auf dem Kanal visit.dresden folgen danach aber schon etwas überraschend Motive aus dem Dresdner Umland mit Schloss Moritzburg und der Albrechtsburg Meißen.

Ebenfalls beliebt: Drohnenaufnahmen von der Altstadt. "Allerdings wird es für Fotografen immer schwerer, dafür Genehmigungen zu erhalten", sagt Kneffel.

Platz 1: die Frauenkirche
Platz 1: die Frauenkirche © Sven Ellger
Platz 2: der Zwinger
Platz 2: der Zwinger © Sven Ellger
Platz 3: die Semperoper
Platz 3: die Semperoper © Sven Ellger
Geheimtipp von oben: die Yenidze
Geheimtipp von oben: die Yenidze © Sven Ellger

Abseits der bekannten Touristenattraktionen seien als künstlerisch-anspruchsvolle Motive vor allem das Blaue Wunder und der Große Garten sehr attraktiv. "Hier lassen sich Natur und außergewöhnliche Architektur gut miteinander verbinden."

Apropos außergewöhnliche Architektur: Auch die Kunsthofpassage in der Neustadt habe sich zu einem wahren Instagram-Hotspot entwickelt, obwohl sie der klassische Bustourist wohl eher nicht zu Gesicht bekommen dürfte.

Ästhetischer Geheimtipp an der Stauffenbergallee: die Garnisonkirche.
Ästhetischer Geheimtipp an der Stauffenbergallee: die Garnisonkirche. © Sven Ellger

Zum Schluss hat Florian Kneffel, abseits der bekanntesten Fotomotive, noch einige Geheimtipps für Instagrammer in Dresden parat. Wie wäre es denn mal mit:

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  • Militärhistorischem Museum der Bundeswehr,

  • Schwebebahn,

  • Yenidze oder

  • Weinbergkirche Pillnitz?

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