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Budapester Brücke nachts voll gesperrt

Prüfer untersuchen in der Nacht zum Montag den Zustand des über 50 Jahre alten Bauwerks in Dresden. Was zu seiner Erhaltung bereits unternommen wurde.

In der Nacht zum Montag werden Brücken auf der Budapester Straße voll gesperrt. Nach sechs Jahren ist wieder der Brücken-TÜV fällig. Ingenieure werden von Brücken-Untersichtgeräten aus den Zustand der Bauwerke untersuchen.
In der Nacht zum Montag werden Brücken auf der Budapester Straße voll gesperrt. Nach sechs Jahren ist wieder der Brücken-TÜV fällig. Ingenieure werden von Brücken-Untersichtgeräten aus den Zustand der Bauwerke untersuchen. © Foto: Rene Meinig

Dresden. In der Nacht vom Sonntag, 22 Uhr, zum Montag, 5 Uhr, wird die Brücke Budapester Straße voll gesperrt. Der Grund ist die Hauptprüfung, teilt die Stadt mit. Der Brücken-TÜV ist alle sechs Jahre fällig. Experten des Berliner Ingenieurbüros Paul prüfen die 300 Meter lange Konstruktion der beiden Brücken während dieser Zeit mit dem Untersichtgerät auf Schäden. Eine Umleitung für Fahrzeuge wird ausgeschildert. Die Kosten für die Hauptprüfung betragen rund 20.000 Euro.

Die beiden Spannbetonbauwerke waren zwischen 1964 und 1967 errichtet worden. Sie überspannen mit insgesamt 22 Pfeilern die Eisenbahnstrecke Dresden-Decin, die Straßenbahnstrecke und die Ammonstraße. Bis zum Zweiten Weltkrieg hatten in dem Bereich drei Brücken gestanden, so die frühere Chemnitzer Brücke. Beim Luftangriff waren sie 1945 zerstört worden.

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An den Bauwerken hatte die Stadt in den vergangenen Jahren viel saniert. Ab 2010 waren die Fahrbahnübergangskonstruktionen der Ostbrücke Richtung Hauptbahnhof an beiden Enden erneuert worden. Die Konstruktionen aus Stahl und Gummi liegen jeweils auf einer 75 Zentimeter breiten Fuge, die temperaturbedingte Ausdehnungen der Brücke an den Anschlüssen ausgleicht. 

Acht Jahre zuvor waren zwar neue Fahrbahnübergänge eingebaut worden. Damals hatte sich die Stadt für eine preiswerte, aber nicht erprobte Konstruktion entschieden. Gespart wurde damit letzten Endes nicht. Denn die Fahrbahnübergänge auf der stark befahrenen Straße hatten sich nicht bewährt und waren gerissen.

Das ist ein Blick auf die Brücke Budapester Straße, als die westliche Seite 2012 saniert wurde.
Das ist ein Blick auf die Brücke Budapester Straße, als die westliche Seite 2012 saniert wurde. © Archivfoto: Steffen Füssel

Anfang 2011 konnten die 18 Tonnen schweren neuen Fahrbahnübergänge eingehoben werden. Ab März 2011 rollte der Verkehr wieder zweispurig über diese Brücke.

Ab Herbst 2011 wurde das westliche Brückenpendant saniert. Dabei musste der gesamte Verkehr über die Ostbrücke rollen. Zwar waren dort 1990 der Fahrbahnbelag und Dichtungen erneuert worden. Nach 21 Jahren hatte es aber schon wieder starke Schäden am Belag und an der Dichtung gegeben. Zudem hatte die Entwässerung kaum noch funktioniert. So bahnte sich das Wasser damals seinen Weg durch die Brücke.

Bis Herbst 2012 hatte diese Brücke eine neue Epoxidharz-Dichtung und frischen Asphalt bekommen. Bei der obersten der beiden Asphaltschichten wurde für die stark befahrene Brücke das besonders belastbare Splitt-Mastix-Material eingesetzt. Die aufwendige Sanierung hatte rund 4,3 Millionen Euro gekostet.

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