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Pegida-Montag: Böller und Hitlergrüße

Außerdem wurden Polizisten beleidigt und angegangen, als sie Personalien feststellen wollten. Die Liste der Anzeigen.

Auf dem Dresdner Neumarkt stand am Montagabend wieder Pegida.
Auf dem Dresdner Neumarkt stand am Montagabend wieder Pegida. © Sven Ellger (Archiv)

Dresden. Nach einer Pegida-Versammlung am Montagabend ermittelt die Polizei wegen des Verdachts auf mehrere Straftaten.

Gegen 18.45 Uhr begann die Kundgebung auf dem Neumarkt. Ihr schloss sich ein Aufzug durch die Innenstadt an. Parallel versammelten sich Gegendemonstranten und protestierten in Sicht- und Hörweite gegen Pegida.

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Als sich die Pegida-Teilnehmer nach Einbruch der Dunkelheit nach Hause begeben wollten, stellten sich ihnen etwa 20 Personen auf der Landhausstraße in den Weg. Polizisten versuchten, die Gruppe auf den angrenzenden Fußweg zu drängen. Dabei flog Pyrotechnik auf die Einsatzkräfte. Sie stellten daraufhin die Identitäten mehrerer Gegendemonstranten fest.

Aber nicht nur deshalb ermittelt die Polizei: So sollen ein 82-Jähriger auf dem Neumarkt und ein 17-Jähriger auf der Wilsdruffer Straße mehrere Polizisten beleidigt haben. Ein 61-jähriger Deutscher hatte aus seiner Wohnung an der Rothenburger Straße außerdem zweimal den Hitlergruß gezeigt.

Polizei war seit dem Mittag im Einsatz

Weitere Ermittlungen sind gegen einen 20-jährigen Deutschen eingeleitet worden. Er muss sich wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamten verantworten, nachdem er sich einer Identitätsfeststellung an der Wilsdruffer Straße widersetzt hatte, wie die Polizei berichtet.

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Im Einsatz waren am Montagabend insgesamt etwa 410 Beamte, darunter Kräfte der Bereitschaftspolizei. Bereits früher am Tag war Rechtpopulist und Pegida-Unterstützer Michael Stürzenberger auf dem Neumarkt aufgetreten. Die Polizei informierte ihn vorab, dass sie die Reden aufzeichnen und nach strafrechtlichen relevanten Inhalten prüfen werde, nachdem es bei früheren Auftritten bereits Reden gab, bei denen der Anfangsverdacht einer Straftat bestand, so die Polizei. Bei der Versammlung musste aber lediglich ein Verfahren gegen einen 37-jährigen Deutschen eingeleitet werden. Er soll den Versammlungsleiter beleidigt haben. (SZ/sr)

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