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Hier soll der Striezelmarkt stattfinden

Damit auf den Weihnachtsmärkten Abstand gehalten werden kann, brauchen sie mehr Platz. Das sind die Pläne der Stadt.

Der Striezelmarkt soll in diesem Jahr mehr Flächen bekommen. Stände könnte es so auch auf dem Theaterplatz und am Terrassenufer geben.
Der Striezelmarkt soll in diesem Jahr mehr Flächen bekommen. Stände könnte es so auch auf dem Theaterplatz und am Terrassenufer geben. © Sven Ellger

Dresden. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hatte in der vergangenen Woche versichert, dass der Striezelmarkt stattfinden soll. Dafür nannte er drei Voraussetzungen: Ein Hygienekonzept, mit dem der Markt entzerrt wird, ein Verzicht auf die Kontaktnachverfolgung und die Maskenpflicht. Mit der Kontaktnachverfolgung hat sich Hilbert demnach durchgesetzt. Ob er auf eine Maskenpflicht verzichten wird, ist noch unklar. "Wir werden uns im Laufe der Woche dazu äußern", so Rathaussprecher Kai Schulz. Zunächst müsse die neue Verordnung auch der Stadt vorliegen.

Für die Entzerrung der Marktflächen hat Hilbert indes einen konkreten Plan. In einer Eilvorlage macht er dafür folgende Vorschläge in der Dresdner Innenstadt:

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  • Vorfläche Kulturpalast 
  • Theaterplatz 
  • Terrassenufer 
  • Postplatz Süd 
  • Funktionsfläche Carolabrücke 

Bis zum 31. Januar 2021 sollen diese Fläche für den Striezelmarkt zur Verfügung stehen. Um auch den Veranstaltern anderer Weihnachtsmärkten die Möglichkeit zu geben, ihre Stände weiter auseinander aufzubauen und somit großes Gedränge unter den Besuchern zu vermeiden, sollen auch sie zusätzliche Flächen auf folgenden Straßen und Plätzen nutzen dürfen:

  • Prager Straße
  • Neumarkt/Jüdenhof 
  • Neustädter Markt 
  • Taschenberg 
  • Postplatz 

Damit will Hilbert dafür sorgen, dass Corona-Regeln wie etwa Abstand halten auf den Märkten auch umgesetzt werden können. "Auch im Jahre 2020 sollen trotz der durch Corona diktierten, erschwerten Rahmenbedingungen die Dresdner Weihnachtsmärkte stattfinden", so Hilbert. Die vorgeschlagenen Flächen seien geprüft worden - "sie sind für die Durchführung der Weihnachtsmärkte geeignet". Allerdings bedürften diese zusätzlichen Flächen einer temporären Widmung für diesen Zweck.

Weil die Zeit drängt - der Aufbau der Weihnachtsmärkte beginnt ab dem 1. November - können nicht wie sonst alle Gremien an der Entscheidung beteiligt werden. Damit könne das Vorliegen einer rechtskräftigen Beschlusslage zu Beginn des Marktaufbaus und damit den rechtzeitigen Aufbaubeginn gewährleisten werden. Das hängt auch mit späten Corona-Verordnung durch den Freistaat zusammen, die erst am 1. September in kraft trat. "Dadurch konnte die verbindliche Klärung der Flächenproblematik erst in den vergangenen Wochen erfolgen", so Hilbert. 

Am 7. Oktober berät zunächst der Wirtschaftsausschuss dazu, am 15. Oktober soll der Stadtrat entscheiden.

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