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Neues Hochhaus am Hauptbahnhof wächst

Trotz der Kälte arbeiten die Bauleute unentwegt weiter. Was der Verwaltungsneubau für die SachsenEnergie für Vorteile bringt.

Am Hauptbahnhof entsteht derzeit dieser Neubau, in den die Hauptverwaltung des Versorgers SachsenEnergie einziehen wird.
Am Hauptbahnhof entsteht derzeit dieser Neubau, in den die Hauptverwaltung des Versorgers SachsenEnergie einziehen wird. © Sven Ellger

Dresden. Eisiger Wind weht über die Baustelle hinterm Hauptbahnhof. Bereits vier Etagen ragt das Stahlbetonskelett des Neubaus neben der Fritz-Löffler-Straße empor, an dem trotz des Winterwetters kräftig gearbeitet wird. Während die Pumpe dröhnt, füllt Betonbauer Mato Brnic die graue Masse in die Stahlbewehrung der Decke. Unentwegt ist der Slowake mit seinen Kollegen dabei, den Beton einzubauen. Für Nachschub wird gesorgt. Etwa zwölf Transportbetonfahrzeuge rollen täglich an, sodass die Pumpe Tag für Tage etwa 100 Kubikmeter Beton in luftige Höhen befördern kann.

Betonbauer Mato Brnic und seine Kollegen betonieren derzeit die Decke über der vierten Etage. Insgesamt wird das Hochhaus
Betonbauer Mato Brnic und seine Kollegen betonieren derzeit die Decke über der vierten Etage. Insgesamt wird das Hochhaus © Sven Ellger

Ein Stück weiter schweben am Kranarm die Schaltafeln zum Bau der nächsten Wände heran. Derzeit wird bereits an der fünften Etage des künftigen Hochhauses gearbeitet, das für die Hauptverwaltung der SachsenEnergie errichtet wird. Der Versorger ist zum Jahresauftakt durch die Fusion der Dresdner Stadtwerke Drewag und des Regionalversorgers Enso entstanden.

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Der Neubau mit seinen 13 Etagen wird insgesamt 51 Meter hoch. Errichtet wird der Komplex nach den Plänen der Gerkan, Marg und Partner Architekten (gmp), die bereits den Umbau des Kulturpalastes geplant hatten. Die SachsenEnergie will rund 75 Millionen Euro dafür investieren. Nachdem die Baugrube ausgehoben war, konnte dort im Mai vergangenen Jahres der symbolische Grundstein gelegt werden. Seitdem sind die Arbeiten gut vorangekommen.

Der Neubau hat noch nicht einmal die halbe Höhe erreicht. Und schon bietet sich von oben ein herrlicher Blick auf Dresdens Altstadt.
Der Neubau hat noch nicht einmal die halbe Höhe erreicht. Und schon bietet sich von oben ein herrlicher Blick auf Dresdens Altstadt. © Sven Ellger

Ungefähr 60 Bauleute sind dort derzeit aktiv, erklärt Projektsteuerer André Reuter. Der 45-Jährige Dresdner koordiniert die beteiligten Firmen und überwacht die Einhaltung der Kosten und Termine. Derzeit arbeiten hier Eisenflechter, Stahl- und Betonbauer, Schalungsbauer und weitere Handwerker.

„Wir liegen hervorragend im Plan, was Termine, Qualität und Budget betrifft. Darüber freuen wir uns sehr“, sagt SachsenEnergie-Liegenschaftschef Frank Neuber. „Das ist zu Coronazeiten nicht selbstverständlich.“ Genau wegen dieser Zeiten gibt es auch ein Hygienekonzept, erläutert Projektsteuerer Reuter. So wird in kleinen Teams gearbeitet, die gemeinsam arbeiten, gemeinsam essen und auch zusammen wohnen. „Um Infektionen mit dem Corona-Virus zu verhindern, haben wir auch die Baucontainer erweitern müssen“, sagt Reuter. Das war nötig, damit die Sicherheitsabstände eingehalten werden können.

SachsenEnergie-Liegenschaftschef Frank Neuber (l.) und Projektsteuerer André Reuter freuen sich, dass der Bau so zügig voran geht.
SachsenEnergie-Liegenschaftschef Frank Neuber (l.) und Projektsteuerer André Reuter freuen sich, dass der Bau so zügig voran geht. © Sven Ellger

Auf Sicherheit wird auch bei der Standfestigkeit des Hochhauses gesetzt. Der steht auf 245 Stahlbeton-Bohrpfählen, die zwölf Meter tief in den Untergrund ragen, erklärt Reuter. Um den stattlichen Komplex zu errichten, sind insgesamt knapp 36.000 Tonnen Beton und 2.700 Tonnen Bewehrungsstahl nötig. Während oben die Betonbauer und Eisenflechter arbeiten, hat ganz unten zum Jahresanfang bereits der Ausbau begonnen. So steht Lutz Tischendorf in der unteren der beiden Tiefgaragen-Ebenen auf einer Leiter und montiert Träger für Kabeltrassen. Der 44-jährige Unternehmer aus Althirschstein bei Riesa baut mit drei Mitarbeitern die Halterungen an, an denen künftig Strom-, Telekom und Datenleitungen verlaufen.

In der Tiefgarage hat der Ausbau begonnen. Monteur Lutz Tischendorf befestigt hier die Träger für die Kabeltrassen.
In der Tiefgarage hat der Ausbau begonnen. Monteur Lutz Tischendorf befestigt hier die Träger für die Kabeltrassen. © Sven Ellger

Im Sommer soll der Rohbau stehen, kündigt Liegenschaftschef Neuber an. Dann kann Richtfest gefeiert werden. Dabei können die Gäste aus 51 Metern Höhe schon einmal den Blick aufs Dresdner Zentrum genießen. Im Juni 2022 soll der große Anbau fertig werden. Dann werden etwa 900 Mitarbeiter von Drewag und Enso vom benachbarten City-Center in den Neubau ziehen. Auf knapp 18.000 Quadratmetern haben sie dann moderne, helle und freundliche Büroarbeitsplätze.

So soll das neue Hochhaus der Hauptverwaltung der SachsenEnergie aussehen. Im Sommer kommenden Jahres wird es fertig.
So soll das neue Hochhaus der Hauptverwaltung der SachsenEnergie aussehen. Im Sommer kommenden Jahres wird es fertig. © gmp

Das benachbarte City-Center wird dann bis 2024 teilweise umgebaut und renoviert. Nach Abschluss dieser Arbeiten werden die Mitarbeiter der Netzgesellschaften der SachsenEnergie, die derzeit noch im WTC an der Ammonstraße sitzen, ebenfalls an den gemeinsamen Verwaltungsstandort ziehen.

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