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Dresdner Friedrichstadt wächst weiter

An der Schäferstraße entstehen 130 Wohnungen in drei Gebäuden. Damit entwickelt sich der Stadtteil wieder ein Stück weiter.

Von Nora Domschke
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Zwischen Schäfer- und Berliner Straße sind drei Neubauten um einen grünen Innenhof geplant.
Zwischen Schäfer- und Berliner Straße sind drei Neubauten um einen grünen Innenhof geplant. © Visualisierung: AOC Immobilien AG

Dresden. In der Dresdner Friedrichstadt wird nun ein weiteres freies Grundstück bebaut. Auf der Brache zwischen Berliner und Schäferstraße sollen bis Ende 2022 drei Neubauten mit insgesamt 131 Wohnungen entstehen. Dabei ist ein Mix von Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen vorgesehen. Die Grundrisse zwischen 56 und 110 Quadratmetern seien für Familien, Senioren und Singles geeignet, so der Investor AOC Immobilien.

Die Ausstattung der Wohnungen umfasst Einbauküchen, Balkon, Loggia oder Terrasse sowie die Anbindung ans Breitbandinternet. Zudem sind Aufzüge, Fahrradabstellplätze und ein grüner Innenhof geplant. Insgesamt entstehen knapp 8.900 Quadratmeter Wohn- und Gewerbefläche sowie 83 Tiefgaragenstellplätze. Zusätzlich ist ein kleines Ladengeschäft geplant.

Neun Millionen Euro für schönere Plätze

Mit der neuen Bebauung entwickelt sich die Friedrichstadt wieder ein Stück weiter. Den Stadtteil hatten Investoren erst recht spät für sich entdeckt, lange standen unsanierte Häuser und Wohnungen leer, die Außenbereiche waren zum Teil verwahrlost. Doch in den vergangenen Jahren hat sich viel getan: Im Bramschkontor sind Einfamilienhäuser entstanden, an der Friedrichstraße hat Sachsens größte Baugemeinschaft eine Häuserlücke geschlossen, Straßen wie die Bräuergasse und die Seminarstraße wurden saniert.

Zuletzt sind etliche Grünflächen dazugekommen, immer mehr Spielplätze orientieren sich am Bedarf der neuen Bewohner, denn die Friedrichstadt wird jünger. Vor allem Familien haben das Viertel für sich entdeckt - nicht zuletzt deshalb, weil Bauland und Wohnungsmieten in den vergangenen Jahren noch vergleichsweise erschwinglich waren. In den vergangenen 20 Jahren ist die Bewohnerzahl in der Friedrichstadt um knapp 70 Prozent gewachsen.

Doch nicht nur private Investoren haben den Stadtteil attraktiver gemacht. Mit Fördergeld von Bund und Freistaat ist es der Landeshauptstadt gelungen, den Stadtteil lebenswerter zu gestalten. Damit hat sie etwa Eigentümer beim Sanieren ihrer Häuser unterstützt. Im Zuge des Förderprogramms Sanierungsgebiet Friedrichstadt sind seit 2003 rund neun Millionen Euro in die Umgestaltung öffentlicher Plätze und Straße geflossen. Es wurden Bäume gepflanzt, die Friedrichstadt ist grüner geworden.

In diesem Jahr wurden an der Schäferstraße neue Bäume gepflanzt und ein Sitzbereich gebaut.
In diesem Jahr wurden an der Schäferstraße neue Bäume gepflanzt und ein Sitzbereich gebaut. © Marion Doering

Schäferstraße wird attraktiver

Mit dem letzten Projekt "Grüne Raumkante Schäferstraße" ging das Förderprogramm in diesem Jahr nun zu Ende. Rund 450.000 Euro hat es gekostet, etwas Natur und Farbe in den tristen Straßenzug - den viele Dresdner sinnbildlich mit der Friedrichstadt verbinden - zu bringen. Was vorerst bleibt, sind die unsanierten Plattenbauten entlang der Schäferstraße, die mit einer Kaltmiete von etwas über fünf Euro für den Quadratmeter allerdings durchaus preiswert sind.

Wo einst gründerzeitliche Mietshäuser dicht an dicht standen und nach dem Abriss Ende der 1980er-Jahre Brachen verwilderten, ist in den vergangenen Monaten nun die "Grüne Raumkante" gewachsen. Seit vergangener Woche dürfen die Dresdner auf den neuen Bänken Platz nehmen. Zwischen Adler- und Institutsgasse entstanden auf einem 310 Meter langen und elf Meter breiten Randstreifen eine Allee aus 65 Tulpenbäumen, ein Quartiersplatz mit Blühwiese und zwei Ruhe-Inseln. Mit diesem Grünzug ist ein Schlüsselprojekt des Sanierungsgebietes Dresden-Friedrichstadt fertiggestellt.

Alles Wissenswerte zum Sanierungsgebiet Dresden-Friedrichstadt finden Sie hier.

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