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Dynamos Trainer: „Sieg gegen Aue bedeutet nix“

Prestige-Erfolg? Markus Kauczinski redet im Interview den letzten Test seiner Mannschaft klein. Zufrieden ist er trotzdem, das Pokalspiel kann kommen.

Man kennt sich: Markus Kauczinski begrüßt den Auer Kollegen Dirk Schuster. Gelacht hat nach dem Spiel nur noch Dynamos Trainer.
Man kennt sich: Markus Kauczinski begrüßt den Auer Kollegen Dirk Schuster. Gelacht hat nach dem Spiel nur noch Dynamos Trainer. © dpa/Robert Michael

Herr Kauczinski, was bedeutet der 1:0-Erfolg im letzten Testspiel und dann auch noch gegen den Erzrivalen Aue?

Der Sieg gegen Aue bedeutet nix, auch wenn die in der zweiten Liga spielen und wir in der dritten. Das war ein Testspiel, eines auf Augenhöhe gegen eine höherklassige Mannschaft.

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Das klingt sehr nüchtern. Warum?

Wir wollen das jetzt nicht überbewerten, es war ein Spiel mit Haken und Ösen. Wir haben gezeigt, dass wir noch einmal ein Stück konstanter geworden sind. Doch mit der zweiten Halbzeit können wir nicht komplett zufrieden sein, da haben wir das Spiel ein bisschen aus der Hand gegeben. Es hätte auch unentschieden ausgehen können durch den von uns verursachten Elfmeter (den Torwart Kevin Broll gehalten hat, Anm. der Red.). Trotzdem war es ein gutes Spiel von uns. Wir haben ordentlich gestanden und wenig Chancen zugelassen.

Ist die Anfangsformation ein Indiz gewesen für jene Elf, die am Montag im Pokal gegen Hamburg auflaufen wird?

Nein, und das habe ich der Mannschaft auch vorher gesagt. Im Training vergangene Woche ging es rauf und runter, die Jungs müssen sich immer wieder beweisen. Drei Tage vor dem Spiel hätte ich nicht gedacht, dass wir so anfangen. Dann gab es Verletzungen, und speziell auf den offensiven Außenpositionen war und ist es eine knappe Entscheidung. Das kann in einer oder in zwei Wochen schon wieder anders aussehen. Wir haben jetzt schon gemerkt, dass wir jeden brauchen – weil Spieler ausgefallen sind.

Stichwort Verletzungen. Neben Neuzugang Paul Will, der im Test zuvor gegen Köge einen Nasenbeinbruch erlitt, fehlte gegen Aue auch Sascha Horvath. Und Kevin Ehlers musste beim U-20-Länderspiel vorzeitig ausgewechselt werden. Wie geht es beiden?

Kevin Ehlers ist umgeknickt und muss mit muskulären Problemen im Außenknöchel eine Trainingspause einlegen. Sascha Horvath hatte eine Entzündung am Sprunggelenk, kann aber wieder ins Training einsteigen – genauso wie auch Paul Will.

Nach der Vorbereitung ist vorm ersten Pflichtspiel. Wie laufen die nächsten Tage bis zur Pokalpartie ab?

Nach dem Spiel gegen Aue haben wir Sonntag noch mal trainiert, Montag und Dienstag haben die Jungs frei, und dann geht es am Mittwoch mit der unmittelbaren Vorbereitung auf das Pokalspiel los.

Freuen Sie sich, dass es losgeht?

Ja, natürlich. Das ganze Geplänkel vorher bringt und hilft alles nichts, am schönsten ist es, wenn es richtig um etwas geht.

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Geplänkel hin oder her: So ein Sieg gegen Aue zum Abschluss – viel besser könnte es doch nicht sein, oder?

Entscheidend ist die Spielweise. Das habe ich auch schon nach den anderen Testspielen gesagt. Es kommt immer auf das Verhalten auf dem Platz an. Ansonsten ist es in der Vorbereitung ohnehin schwer, die Ergebnisse einzuordnen, auch durch die vielen Wechselmöglichkeiten. Daher bewerten wir diesen Sieg gegen Aue nicht über. Es war guter Auftritt, wir haben den Kampf angenommen, waren scharf und haben auch gut Fußball gespielt.

Was sagen Sie zur Nachricht, dass zumindest bei Dynamos Heimspielen wieder Zuschauer im Stadion sein werden?

Gott sei Dank. Ich denke, dass wir mit einer stattlichen Zahl an Fans im Pokal gegen Hamburg rechnen können und freuen uns total drauf.

Tatsächlich dürften es mehr als 10.000 Zuschauer sein, während vier Tage später beim Ligaauftakt in Kaiserslautern vermutlich nur ein paar Hundert Fans zugelassen sind. Wie bewerten Sie das?

Ich bin auf diesem Gebiet kein Fachmann und habe die Situationen in den Bundesländern nicht im Blick. Hauptsache ist, dass überhaupt wieder Zuschauer dabei sind, dass es wieder vorwärts geht. Hauptsache, wir sind nicht allein im Stadion. Dafür spielen wir doch Fußball.

Das Interview notierte Tino Meyer.

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