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Taucher sichern den Elbgrund

An der Flügelwegbrücke wird ein besonderer Schutz gebaut. Die erste Vorarbeit ist schon geschafft.

Noch in diesem Monat werden Industrietaucher hier anrücken. Sie bauen unter Wasser einen schützenden Steifen über dem darunter liegenden Abwassertunnel.
Noch in diesem Monat werden Industrietaucher hier anrücken. Sie bauen unter Wasser einen schützenden Steifen über dem darunter liegenden Abwassertunnel. © Marion Doering

Dresden. An der Flügelwegbrücke führt die linkselbische Dresdner Abwasser-Hauptschlagader unter der Elbe hindurch zum Klärwerk Kaditz. Der zwei Meter hohe Abwassertunnel wurde bis zum Juni dieses Jahres saniert. Er liegt einen Meter unter dem Elbgrund. 

Ein Blick in den sanierten Abwassertunnel. Hier inspizierten Chef-Stadtentwässerer Ralf Strothteicher (l.) und Bauleiter Martin Lehmann die eingezogene neue innere Hülle für das Stahlrohr.
Ein Blick in den sanierten Abwassertunnel. Hier inspizierten Chef-Stadtentwässerer Ralf Strothteicher (l.) und Bauleiter Martin Lehmann die eingezogene neue innere Hülle für das Stahlrohr. © René Meinig

Allerdings sind jetzt noch weitere Arbeiten nötig. Damit der Tunnel künftig geschützt ist, wird jetzt noch ein 20 Meter breiter und 100 Meter langer Streifen auf dem Elbgrund aufgebracht. Wenn Schiffe ihre Anker werfen, kann die Röhre nicht mehr beschädigt werden. Die ersten Vorbereitungen sind jetzt abgeschlossen, erklärt Projektleiter Heiko Nytsch von der Stadtentwässerung. Mit einem Peilboot wurde in der letzten Augustwoche die genaue Tiefe ermittelt. Danach hatten Spezialisten den Elbgrund nach möglichen Munitionsresten abgesucht. 

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„Es gibt mehrere Verdachtsflächen“, sagt Nytsch. Die werden die Industrietaucher zuerst untersuchen, wenn sie Mitte September anrücken. Mit GPS-Geräten sollen die ermittelten Bereiche genau geortet werden, erklärt der Projektleiter. Ist das geschafft, beginnen die eigentlichen Bauarbeiten auf dem Elbgrund. Die Arbeiten werden in drei Etappen verlaufen. Schließlich muss der Weg für Schiffe immer frei bleiben. Geplant ist, dass der neue Schutzstreifen auf dem Elbgrund Ende November fertig wird.

Die Industrietaucher versetzen auf der Fläche Wasserbausteine, die noch mit Beton vergossen werden. Darüber kommt eine 15 Zentimeter dicke Schicht Elbkies. Im Frühjahr wurde bereits eine Probefläche in der Elbe vor dem Wasser- und Schifffahrtsamt in Pieschen angelegt. 

Durch die 340 Meter lange sanierte Röhre fließt bei Starkregen das Abwasser des Altstädter Hauptkanals unter der Elbe hindurch. Denn in diesem Fall reicht das kleinere, 1,1 Meter starke benachbarte Rohr nicht mehr aus. Die Stadtentwässerung hat rund 4,8 Millionen Euro für die Sanierung investiert. In die 113 Jahre alte Röhre sind zwei mit Polyesterharz getränkte Nadelfilzschläuche eingezogen beziehungsweise eingestülpt worden. In der Fachsprache nennt sich das Inliner. Im Juni konnte die sanierte Röhre wieder in Betrieb genommen werden.

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