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Dresdner bekommen ein Stück Straßenbahnstrecke zurück

Nächste Woche endet das Inseldasein für den Straßenbahnhof Trachenberge. Zum Ferienende steht die nächste große Änderung bevor.

Wegen dieser Großbaustelle auf der "Großenhainer" müssen Autos Umleitungen fahren und Straßenbahnfahrgäste in Ersatzbussse umsteigen.
Wegen dieser Großbaustelle auf der "Großenhainer" müssen Autos Umleitungen fahren und Straßenbahnfahrgäste in Ersatzbussse umsteigen. © Sven Ellger

Dresden. Der Asphalt ist noch frisch, aber ab Montag ist er freigegeben. Auf der Großenhainer Straße entfällt in wenigen Tagen wenigstens ein Teil der Umleitung, die derzeit wegen der Bauarbeiten zwischen dem Pestalozziplatz und der Fritz-Reuter-Straße nötig ist. Dann dürfen die Autos stadteinwärts über den neuen Asphalt fahren, in den die Straßenbahnschienen eingebettet sind. Und auch Straßenbahnen tauchen dann nach vierwöchiger Pause wieder in Trachenberge auf.

Linie 3 fährt wieder bis zur Endstation

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) erneuern auf dem Abschnitt mit der Haltestelle Liststraße die Schienen und bauen das Stück auch so um, dass dort künftig die neuen, breiteren Straßenbahnen nebeneinander passen. In dieser Woche enden die Arbeiten an einem Bauabschnitt, der den Verkehrsbetrieben nicht nur deshalb wichtig war, weil der Straßenbahnhof Trachenberge derzeit eine Insel ist. Keine Bahn kann dort derzeit ein- oder ausrücken, denn es gab rund vier Wochen lang keine Gleisverbindung aus der Innenstadt über die "Großenhainer" zu dem Betriebshof.

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Das ändert sich nun, ab Montag können Straßenbahnen von Mickten kommend über die Bürgerstraße und die Harkortstraße fahren und dann nach links in Richtung Wilder Mann auf die Großenhainer Straße abbiegen.

Diese Verbindung nutzen zwei Wochen lang nur die Fahrer, die in Trachenberge ein- oder ausrücken. Enden aber die Sommerferien, soll es dort auch wieder einen Linienbetrieb geben. Dann fährt die "3" wieder durch bis zur Endstation am Wilden Mann, muss dafür aber aus der Innenstadt kommend über die "Leipziger" zunächst bis Mickten. Dort drehen die Bahnen und fahren dann weiter über Altpieschen, die Bürgerstraße, die Harkortstraße und die "Großenhainer" zum Wilden Mann zurück. Dann ist auch der Straßenabschnitt ab der Boxdorfer Straße wieder frei, wo derzeit ebenfalls Schienen erneuert werden.

Gebaut wird danach an der rechten Fahrspur der Straße in Höhe der Eisenbahnbrücke über die Großenhainer Straße, sagt Andreas Neukirch, der bei dem Nahverkehrsunternehmen für die Bauplanung zuständig ist. Inzwischen ist die Haltestelle Liststraße komplett weg, sie wird von Grund auf erneuert und dabei auch behindertengerecht gebaut. Neu ist dort in Zukunft, dass zwei Straßenbahnen oder eine Bahn und ein Bus hintereinander halten können. So vermeiden die DVB, dass Umsteiger, die mit dem hinteren Fahrzeug ankommen, ihren nächsten Bus oder ihre nächste Bahn davor wegfahren sehen.

Hier entsteht die neue Doppelhaltestelle Liststraße. Künftig sollen Umsteigern hier nie wieder eine Bahn oder ein Bus vor der Nase wegfahren.
Hier entsteht die neue Doppelhaltestelle Liststraße. Künftig sollen Umsteigern hier nie wieder eine Bahn oder ein Bus vor der Nase wegfahren. © Sven Ellger

Großbaustelle am Bahnhof Neustadt

Voraussichtlich im Dezember soll auch die "13" wieder aus der Neustadt kommend die Haltestelle Liststraße ansteuern und dann weiter Richtung Pieschen fahren, kündigt Neukirch an. In den Planungsrunden der DVB blickt er mit seinen Kollegen unterdessen schon auf den nächsten großen Bauabschnitt zwischen dem Bahnhof Neustadt und dem Wilden Mann.

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Das ist das letzte Teilstück auf der Strecke der Linie 3, das noch für die neuen Straßenbahnen hergerichtet werden muss. Es reicht vom Schlesischen Platz bis zur Fritz-Reuter-Straße. Knackpunkt ist dabei die Brückendurchfahrt am Bahnhof Neustadt. Wie das ablaufen soll, wird derzeit geplant. Fest steht längst, wann dort gebaut werden soll. Neukirch und seine Kollegen planen den Start im Juli des nächsten Jahres an.

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