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Elberadweg in Dresden erst später dicht

Überraschung an der Hafencity: Radfahrende kommen dort weiter durch, die Umleitung gilt noch nicht.

Von Kay Haufe & Juliane Just
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Trotz angekündigter Sperrung ab Montag ist der Elbradweg an der Hafencity weiter offen.
Trotz angekündigter Sperrung ab Montag ist der Elbradweg an der Hafencity weiter offen. © René Meinig

Dresden. Diese Ankündigung hatte für Unmut gesorgt: Ab diesem Montag sollte der Elberadweg in Höhe der Hafencity bis Mitte April 2022 gesperrt werden. Weil der Weg in Teilen verlegt und neu gebaut werden soll, müssten sich Radfahrer, Fußgänger und alle anderen Nutzer auf Umleitungen einstellen, hatte Investor USD mitgeteilt.

Doch viele Nutzer der Strecke, die sich zähneknirschend auf die Umleitung einstellten, erlebten diese Woche eine Überraschung: Sie ist weiterhin geöffnet. Die Umleitungsschilder stehen nach wie vor abgeklebt am Rand. Was steckt dahinter? "Nach Rücksprache mit der Projektleitung verschiebt sich die Sperrung voraussichtlich auf den 16. November 2021", sagt USD-Sprecher Ulf Mehner.

Die Umleitung wird heftig diskutiert. Vor allem die Strecke in stadtauswärtiger Richtung wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) kritisiert. Danach müssen Radfahrende zweimal an Ampeln die Leipziger Straße überqueren. Das sei "lebensfremd", sagte der Dresdner ADFC-Geschäftsführer Edwin Seifert. Stattdessen würden wohl die meisten auf der falschen Seite auf dem Gehweg unterwegs sein, was zu Konflikten mit den Fußgängern führt .

Vonseiten der USD wurde die gewählte Umleitung jedoch verteidigt. Durch den Neubau des Elberadwegs benötige man Baufreiheit. Auch entstünden dicht am Weg weitere Neubauten der Hafencity, was Radfahrer gefährde. Man hätte in vorherigen gemeinsamen Absprachen aber bessere Lösungen finden können, so die ADFC-Haltung.

Mit dem Neubau des Elberadwegs wird auch die gefährliche S-Kurve in Höhe des Citybeach entschärft, die vielen Radfahrenden sowie Fußgängern zu schaffen gemacht hatte.