merken
PLUS Dresden

Dresdens Holperpisten sind eine Zumutung

Die Stauffenbergallee ist für viele der erste schäbige Eindruck, den sie von Dresden bekommen. Die Politik darf hier nicht mehr länger einfach zusehen. Ein Kommentar.

Der schlechte Fahrbahnbelag auf der Stauffenbergallee ist schon legendär - und eine echte Zumutung, nicht nur für Anwohner, findet SZ-Redakteurin Katrin Saft.
Der schlechte Fahrbahnbelag auf der Stauffenbergallee ist schon legendär - und eine echte Zumutung, nicht nur für Anwohner, findet SZ-Redakteurin Katrin Saft. © Archiv: Christian Juppe; SZ-Bildstelle

Es gibt Nachrichten, die machen einfach nur fassungslos. In regelmäßigen Abständen werden den Dresdnern Argumente aufgetischt, warum zwei der wichtigsten Straßenbauvorhaben wieder nicht beginnen können – und das seit drei Jahrzehnten! Wie lange wollen unsere gewählten Politiker da noch zuschauen?

Beispiel Stauffenbergallee: Sie war einst Bestandteil des Verkehrszuges Waldschlösschenbrücke und als leistungsfähige Stadtumfahrung gedacht. Ergibt Sinn, wenn man Verkehr aus der City raushaben will. Doch jetzt ist die Holperpiste immer noch der erste schäbige Eindruck, den man von der Autobahn aus von Dresden bekommt. Als Motorradfahrer muss man einen Bandscheibenvorfall fürchten. Und Radfahren ist auf dem Großkopfpflaster gleich gar nicht möglich. Dabei wäre hier für Radwege sogar genug Platz.

Technische Universität Dresden
TU Dresden News
TU Dresden News

Was passiert an der Exzellenzuniversität TU Dresden? Aktuelle News und Informationen finden Sie in unserer Unternehmenswelt.

Die Stadt ruft einerseits auf Plakaten Bürger auf, Lärmquellen zu melden. Andererseits mutet sie Hunderten Anwohnern jahrein, jahraus zu, die gesundheitsgefährdenden Geräusche eines gepflasterten Autobahnzubringers zu ertragen.

Nun ist es also die Entwässerung an einer Kreuzung, die als Grund herhalten muss, warum die Sanierung wieder verschoben wird. Fragt sich nur: Warum liegt die Planung dafür fünf Jahre nach dem Stadtratsbeschluss nicht längst vor? Warum verzögert sich das Vorhaben dadurch mindestens um weitere vier Jahre? Und vor allem: Warum kann nicht in Teilabschnitten begonnen werden?

Weiterführende Artikel

Dresden: Holperfrei vom Güntz- zum Schillerplatz?

Dresden: Holperfrei vom Güntz- zum Schillerplatz?

An vielen Stellen ärgert Kopfsteinpflaster Auto- und Radfahrer - auch in Johannstadt und Blasewitz. Wo sie weiter Geduld brauchen und wo es bereits Pläne gibt.

Wann werden Dresdens Holperpisten saniert?

Wann werden Dresdens Holperpisten saniert?

Stauffenbergallee und Königsbrücker Straße: Der Ausbau der beiden wichtigsten Verkehrsadern Dresdens lässt weiter auf sich warten. Warum das so ist.

Während sich die Verwaltung Zeit lässt, steigen die Baupreise weiter. Auch das sollte ein Grund sein, warum Politiker aller Fraktionen die Argumente der Stadt kritisch hinterfragen sollten. Wenn Beschlossenes einfach nicht umgesetzt wird, muss sich niemand wundern, wenn Politikverdrossenheit Schule macht.

Mehr zum Thema Dresden