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Döbeln

Ein neuer Traktor muss her

Nach der Stilllegung eines 20 Jahre alten Fahrzeugs soll ein Ersatz angeschafft werden. Doch das ist nicht so einfach.

© Symbolbild SZ-Archiv

Großweitzschen. Der Fahrzeugbestand im Großweitzschener Bauhof ist nicht ausreichend. Zuletzt musste ein Kleintraktor vom Typ Shibaura stillgelegt werden. Das Fahrzeug war über 20 Jahre alt, Ersatzteile sind nur noch schwer zu bekommen beziehungsweise nicht mehr erhältlich. 

Allein in den vergangenen drei Jahren entstanden Reparaturkosten in Höhe von 3.500 Euro bei Werkstätten. Dazu kommen Arbeitsstunden der Bauhofmitarbeiter für Kleinreparaturen in nicht bestimmbarer Anzahl. Die Kosten stehen in keinem Verhältnis zum Nutzen.

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Als Ersatz soll ein John-Deere-Kompakttraktor angeschafft werden. Er ist ein Jahr alt und hat zehn Betriebsstunden in den Büchern stehen. Alle vorhandenen Anbaugeräte passen auch an diesen Traktor. Sie sind teilweise erst vor wenigen Jahren angeschafft worden und noch funktionstüchtig. In den Haushalt waren dafür 25.000 Euro eingestellt.

Gemeinderätin Susann Munz (CDU) bemängelte die vergleichsweise geringe Leistung des neuen Traktors von 26 PS. Sie schlug vor, ein Gerät mit 36 PS zu kaufen, zu dem sie auch schon ein konkretes Angebot eingeholt hatte. Bürgermeister Jörg Burkert (parteilos) gab jedoch zu bedenken, dass dieses Fahrzeug nicht in die Garage passt. „Der Traktor ist in Westewitz stationiert, weil er dort vorwiegend genutzt wird. Die Garage hat eine gewölbte Einfahrt. Ein größeres Fahrzeug würde nicht durchpassen“, so Burkert.

Susann Munz schlug weiterhin vor, das Gerät bei einer Firma in der Nähe zu kaufen. Dort könne ein Neufahrzeug erworben werden. Dieses koste zwar 1.000 Euro mehr, jedoch würde man die Überführungskosten sparen. Sven Krawczyk (CDU) benannte einen weiteren Vorteil. „Wenn wir den Traktor bei einem Händler in der Nähe kaufen, kann man auch mal in den Bauhof fahren und probieren, ob die vorhandenen Anbaugeräte passen“, sagte er. 

Der Bürgermeister will nun beide Angebote prüfen. Spätestens zur nächsten Sitzung des Gemeinderates am 27. August soll eine Entscheidung fallen.

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