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Florian Silbereisen bleibt im MDR-Programm

Für Silbereisen geht es im MDR weiter. Fünf "Feste" für das Erste und die ARD-Mediathek werden im kommenden Jahr produziert.

Von Fabian Deicke
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Die Fans der "Feste"-Shows mit Florian Silbereisen können aufatmen: Der Mitteldeutsche Rundfunk hat die Fortsetzung der Sendungen bis 2024 beschlossen.
Die Fans der "Feste"-Shows mit Florian Silbereisen können aufatmen: Der Mitteldeutsche Rundfunk hat die Fortsetzung der Sendungen bis 2024 beschlossen. © Britta Pedersen/dpa

Die beliebten "Feste"-Shows mit Florian Silbereisen sind für 2024 nun doch gesichert. Der Rundfunkrat des zuständigen Mitteldeutschen Rundfunks genehmigte am Montag eine Verlängerung des entsprechenden Vertrags um ein Jahr. Demnach werden im MDR-Auftrag fünf "Feste" für das Erste und die ARD-Mediathek produziert. Die Entscheidung war wochenlang in der Schwebe gewesen. Nur die erste Live-Show "Schlagerchampions" am 13. Januar war bereits genehmigt.

MDR-Programmdirektor Klaus Brinkbäumer wurde mit den Worten zitiert: "Die Feste mit Florian Silbereisen sind innovativ und haben es geschafft, zugleich viele neue Zuschauerinnen und Zuschauer zu gewinnen und ihre treuen Fans zu behalten. Die Feste sind dadurch zu einem echten Mehrgenerationenprogramm geworden und Florian Silbereisen zu einem Gastgeber, der mit seinen Shows Brücken zwischen Menschen baut." Man werde übrigens alle fünf Shows nachträglich auch im Dritten Programm des Mitteldeutschen Rundfunks ausstrahlen.

Zu der Showreihe "Feste" im ARD-Gemeinschaftsprogramm Das Erste zählen mehrere Silbereisen-Musiksendungen, zum Beispiel "Das Adventsfest der 100 000 Lichter". In den Shows treten viele Schlagerstars auf. Silbereisen zählt zu den bekanntesten Showgrößen im Schlagergeschäft. Der MDR hat unter den ARD-Anstalten die Federführung für diesen Unterhaltungsbereich.

Sparkurs beim MDR

Die Sendungen mit Schlagerstar Silbereisen standen in den letzten Wochen auf der Streichliste des Mitteldeutschen Rundfunks. Die Rundfunkanstalt plant, ab kommenden Jahr 13 Millionen Euro durch Kürzungen im Programm zu sparen. Das berichtete die Mitteldeutsche Zeitung (MZ) im Oktober und beruft sich auf eine noch interne Auflistung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt.

Etwa fünf Millionen Euro sollen dabei von der Programmdirektion Leipzig beigesteuert werden. Laut dem Medienbericht stand deshalb auch die dort produzierten Schlagersendungen auf der Kippe.

Nachrichtenredaktionen werden offenbar gestrichen

Vollständig gestrichen werden soll hingegen die Ross-Antony-Show, eine Sendung, die ebenfalls vorwiegend den musikalischen Bereich des Schlagers bedient. Bei dem seit Jahrzehnten zum Programm gehörenden Format "Damals war's" will der Sender ebenfalls sparen. Wie die MZ schreibt, soll die Sendung mit Moderator Wolfgang Lippert weniger oft erscheinen. In der derzeit monatlich erscheinenden Sendung werden Geschichten und Bilder eines bestimmten Jahres gezeigt. Die Zuschauer müssen das Jahr erraten und können dafür einen Preis gewinnen.

Etwa 2,5 Millionen Euro jährlich soll die Programmdirektion Halle einsparen und dafür die Nachrichtenredaktion der Radiosender Jump und Sputnik schließen. Die Sender sollen künftig von MDR aktuell mit Nachrichten versorgt werden. Einsparungen gebe es auch bei allen drei Landesfunkhäusern in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Die genauen Details der Sparpläne sind allerdings noch nicht endgültig bestätigt, da sie noch von den Aufsichtsgremien abgesegnet werden müssen.

Der MDR halte die Anpassungen laut MZ für notwendig, weil man auf eine veränderte Mediennutzung reagieren müsse und sich in einem anhaltenden Transformationsprozess befinde. Konkrete Aussagen zu den Kürzungen seien voraussichtlich im Dezember zu erwarten, nachdem sich der Rundfunk- und Verwaltungsrat mit den Plänen befasst habe.

Klar ist, der MDR muss sparen. Im vergangenen Jahr hatte das Minus 39 Millionen Euro betragen, auch für dieses Jahr wird ein dickes Minus erwartet. (mit dpa)