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Feuerwehr Großweitzschen rüstet sich für Einsatz auf A14

2021 haben die Helfer ein gebrauchtes Fahrzeug als Ersatz für den alten Robur LO erhalten. Auch die Mockritzer profitieren vom aktuellen Haushalt.

Lothar Fischer, Knut Herrmann, Eric Farkas, Tim Krawczyk und Robert Conrad (von links) freuen sich über das neue, gebrauchte Fahrzeug für ihre Feuerwehr. Das Löschgruppenfahrzeug 16/12 ersetzt den alten Robur LO.
Lothar Fischer, Knut Herrmann, Eric Farkas, Tim Krawczyk und Robert Conrad (von links) freuen sich über das neue, gebrauchte Fahrzeug für ihre Feuerwehr. Das Löschgruppenfahrzeug 16/12 ersetzt den alten Robur LO. © Erik-Holm Langhof

Großweitzschen. Lange haben die Feuerwehrleute aus Großweitzschen auf ein neues, größeres und vor allem sichereres Fahrzeug gewartet. Seit diesem Sommer steht das neue Löschgruppenfahrzeug (LF) 16/12 nun in der Garage in Großweitzschen. Es ersetzt den bisher genutzten Robur LO aus dem Jahr 1978.

Über den „kleinen Schritt in die richtige Richtung“ ist auch Gemeindewehrleiter Knut Herrmann sichtlich erfreut. „Endlich werden wir von Bürgern und anderen Wehren in der Region ernster genommen. Es ist schon ein Unterschied, ob wir mit so einem alten LO kommen oder mit einem gut ausgerüsteten, großen LF“, meint er.

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Feuerwehr fordert Lösung für Löschwasserproblem

Ein erheblicher Unterschied sei auch, dass die Kameraden nicht mehr auf der Ladefläche auf harten Holzbänken sitzen müssen, sondern sich schon auf der Fahrt in der beheizbaren Kabine mit Atemschutzgeräten auf den Einsatz vorbereiten können. „Das macht viel aus, denn unterwegs kann dann schon eine vorläufige Absprache erfolgen, wer was vor Ort macht“, sagt Knut Herrmann.

Ein weiterer Vorteil des neuen Fahrzeugs ist auch der große Stauraum für viele Geräte, die bislang in einem Anhänger mittransportiert wurden. Hinzukommt die Möglichkeit zur Aufnahme von insgesamt 1.200 Litern Wasser für den ersten Löschangriff vor Ort.

Der alte Robur LO aus dem Jahr 1978 steht derzeit zum Verkauf.
Der alte Robur LO aus dem Jahr 1978 steht derzeit zum Verkauf. © Gemeinde Großweitzschen

Bei sechs Einsätzen war das neue LF vor Ort und konnte seine Vorteile beweisen. Der seit langer Zeit größte Einsatz für die Gemeindewehren von Großweitzschen sei Knut Herrmann zufolge definitiv der Scheunenbrand auf dem Gelände der Wundervollen Weihnachtswelt Ende Juni in Strocken gewesen. „Hier hat die Organisation vor Ort mit den anderen Feuerwehren und untereinander gut funktioniert“, resümiert der Gemeindewehrleiter.

Ein großes Problem, das auch der Gemeinde bekannt ist, sei jedoch die örtliche Wasserversorgung. Mit mehreren Tankern aus Döbeln und Leisnig musste ein Pendelverkehr sichergestellt werden, um vor Ort ausreichend Löschwasser zu haben. „Obwohl wir einen Teich in Gallschütz haben. Aber dieser ist nicht einsatzbereit“, erklärt Herrmann.

Er wünscht sich in naher Zukunft, dass die Gemeinde zusammen mit der Feuerwehr eine Auflistung macht, welche Löschwasserteiche nutzbar sind und welche Eigentümer einer Nutzung zustimmen müssten. „Und im Anschluss muss das Gewässer für genau solche Notfälle auch kontrolliert und gewartet werden. Doch da brauchen wir die Hilfe der Verwaltung.“

100 Feuerwehrkameraden, Altersdurchschnitt hoch

Unterstützung von Bürgermeister und Kämmerin sowie vonseiten des Gemeinderats gab es hingegen für die Feuerwehr in Mockritz. Diese machte bereits mehrfach darauf aufmerksam, dass es keinen Rettungssatz für eine technische Hilfeleistung, beispielsweise bei einem Unfall, in der Gemeinde gibt.

Zwei der drei benötigten Werkzeuge wurden bereits gekauft, das letzte sei nun bestellt wurden. „Wenn der Satz dann vollständig ist, können die Kameraden in Mockritz dann auch zu Unfällen auf die A14 auszurücken, was bislang nicht möglich war“, erklärt Gemeindewehrleiter Knut Herrmann. Bislang übernehmen diese Einsätze Leisnig und Döbeln.

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Insgesamt verfügt die Gemeinde nun über sechs Feuerwehrfahrzeuge: drei in Mockritz, zwei in Großweitzschen und eins in Gallschütz. Hinzukommt ein Boot für Einsätze auf der Mulde. Insgesamt seien die Wehren damit nun zufriedenstellend aufgestellt, meint Herrmann. Dennoch brauche es neuere Fahrzeuge, als nächstes in Gallschütz. Zudem wünscht sich Knut Herrmann eine Wärmebildkamera, um bei Bränden genau zu wissen, ob es noch versteckte Glutnester gibt.

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Auf modernem Stand zu sein, sei auch eine Voraussetzung dafür, dass der Nachwuchs weiter im Ehrenamt bleibt. Aktuell gibt etwa 100 Kameraden in der Gemeinde, etwas mehr als die Hälfte ist aktiv dabei. Doch der Altersdurchschnitt liegt bei etwa 46 bis 47 Jahren.

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