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Waldbrand im Nationalparkgebiet

Im Elbsandsteingebirge hat der Wald auf tschechischer Seite gebrannt. Auch deutsche Feuerwehren waren im Einsatz.

Kameraden aus Ottendorf und Bad Schandau unterstützen tschechische Feuerwehrleute bei einem Waldbrand im böhmischen Teil des Nationalparks.
Kameraden aus Ottendorf und Bad Schandau unterstützen tschechische Feuerwehrleute bei einem Waldbrand im böhmischen Teil des Nationalparks. © Marko Förster

Ein Waldbrand in der Nationalparkregion hat am Wochenende die Feuerwehren in Alarm versetzt. Zunächst wurde am Freitagnachmittag aufsteigender Rauch bei Hinterhermsdorf gesichtet. Feuerwehrleute aus Hinterhermsdorf, Saupsdorf und Ottendorf sowie Mitarbeiter der Nationalparks Sächsische Schweiz versuchten, die Brandstelle im Grenzgebiet zu Tschechien ausfindig zu machen. Ein Hubschrauber der Polizeihubschrauberstaffel Sachsen suchte den Brandort aus der Luft.

Schließlich wurde ein Waldbrand auf tschechischer Seite entdeckt. Zunächst bestand somit kein Handlungsbedarf für die deutschen Feuerwehren. Gegen 20 Uhr erreichte dann ein Hilfeersuchen der tschechischen Einsatzkräfte die Feuerwehren Bad Schandau und Ottendorf. Über den Grenzübergang Schmilka führen die Kameraden in Richtung Jetrichovice, um die tschechischen Einsatzkräfte zu unterstützen. Da sich mit einbrechender Dunkelheit die Löscharbeiten in dem von Borkenkäfer betroffenen Waldstück zunehmend erschwerten, entschied die tschechische Einsatzleitung, dass die deutschen Feuerwehrleute nicht mehr zum Einsatz kommen.

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Insgesamt hatte sich der Waldbrand auf einer Fläche von rund vier Hektar in der Böhmischen Schweiz ausgebreitet. Mit einem Großaufgebot setzten die tschechischen Feuerwehrkollegen am Sonnabend die Löscharbeiten in dem schwer erreichbaren Gebiet fort. Am späten Nachmittag war das Feuer vorerst unter Kontrolle. In den Nationalparks beidseits der Grenze sind die Fichtenwälder durch den Borkenkäfer flächendeckend abgestorben. Experten warnen schon seit längerem vor der Gefahr durch das trockene Totholz.

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