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Bombensicheres Waldidyll: Wo Sachsens Chefnazi abtauchen wollte

Gauleiter Martin Mutschmann liebte die Jagd. Zeitweise residierte er in Grillenburg. Sein alter Luftschutzbunker kam der DDR gerade recht.

Von Jörg Stock
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"Die krudesten Theorien." Grillenburgs Ortsvorsteher André Kaiser demonstriert, dass im "Mutschmannbunker" kein Bernsteinzimmer steht.
"Die krudesten Theorien." Grillenburgs Ortsvorsteher André Kaiser demonstriert, dass im "Mutschmannbunker" kein Bernsteinzimmer steht. © Egbert Kamprath

Er hatte gedacht, es gibt nichts mehr zu klauen. Aber jetzt muss André Kaiser feststellen, dass der Fernsprecher fehlt. Nicht das Telefon selbst, das gab es längst nicht mehr. Nein, die geschnitzte Beschriftung "Fernsprecher" an der Nische, wo es stand, ist weg, aus der Wand gestemmt. Die Tat von Souvenirjägern, da ist Kaiser sicher. "Bloß damit sie was vom Mutschmann in der Bude hängen haben", grollt er. "Diese Kleingeister!"

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