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Mehr Gehör für Freitals Kinder

Die Corona-Krise fördert so manchen Missstand zutage. Einen davon will jetzt eine Elterninitiative beheben.

Alexander Frenzel arbeitet mit Freitaler Eltern an der Gründung des Vereins „Starke Kinder für Freital“.
Alexander Frenzel arbeitet mit Freitaler Eltern an der Gründung des Vereins „Starke Kinder für Freital“. © Foto: privat

Nicht alles ist schlecht in diesen Tagen. Wenngleich die Situation rund um Corona so manchen Missstand deutlich macht und einiges an Entwicklungen verschärft und auch beschleunigt. So zeigt sich nun gerade in Freital, dass zwar die Schulen und Kitas Elternräte haben, eine Vernetzung zwischen den Einrichtungen aber praktisch nicht gegeben ist. Das soll sich ändern.

Und das ist das Gute am Aufdecken von Missständen. Sie werden sichtbar und können behoben werden. Ein Verein befindet sich in Gründung, der genau das erreichen will: das Zusammenbringen der Eltern aus verschiedenen Einrichtungen und Zusammenhängen. „Starke Kinder für Freital“ soll der Verein heißen. Initiatoren sind neben Stadtrat Alexander Frenzel (Bürger für Freital) auch Peggy Weinlich (Freie Wähler SOE) und Romy Voland.

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„Ein Verein, der die Weichen für einen guten Umgang miteinander stellt und die Bedürfnisse unserer Kinder berücksichtigt“, soll es sein, schreiben die drei Unterzeichner in ihrem Aufruf. „Mit dem Verein soll den Kindern und den Eltern eine Stimme gegeben werden.“

Am vergangenen Freitag trafen sich acht potenzielle Mitstreiter zu einem ersten Meinungsaustausch. „Wir haben die Gruppe bewusst klein gehalten, um die Corona-Verordnung einhalten zu können“, sagt Alexander Frenzel. Es sei ein sehr konstruktives Treffen gewesen. „Wir haben dreieinhalb Stunden beraten.“ Mit dabei waren laut Frenzel eine Vertreterin vom Familienzentrum „Regenbogen“, eine Tagesmutter aus Freital, aber auch „ganz normale Eltern“. Eine Mutter sei auch per Telefon zugeschaltet gewesen.

„Wir sind dabei eine Satzung auszuarbeiten“, so Frenzel. Zudem sei jetzt am Anfang Recherche dazu notwendig, welche Angebote es schon gibt, und was möglicherweise fehlt. „Wir wollen ja zu solchen sehr gut aufgestellten Einrichtungen wie dem Familienzentrum Regenbogen keine Konkurrenz sein. Ganz im Gegenteil.“

Stadtelternrat soll helfen

Ein zweites Feld ist die Gründung eines Stadtelternrates. Auch das sei ein Element der Vernetzung von Eltern, sagt Stadtrat Alexander Frenzel. Solch ein Stadtelternrat wäre ein gewähltes Gremium. Jede Einrichtung würde aus ihrem Elternrat gewissermaßen Abgeordnete da hineinschicken. Etwas Ähnliches gibt es zwar schon, das begrenzt sich aber auf ein jährliches Treffen und einen Informationsaustausch mit der Stadtverwaltung.

Mit Corona, so betont Frenzel, habe das inhaltlich erst einmal nichts zu tun. Die Situation jetzt zeige aber, dass die verschiedenen Elternvertretungen, Initiativen, sozialen Einrichtungen und andere zu wenig voneinander wüssten. Das, so hofft er, könne sich mit dem Verein und einem Stadtelternrat verbessern.

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