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Freitals Reserve wird nicht aufsteigen

Schafft es die erste Mannschaft der Freitaler in die Oberliga, könnte die zweite aufrücken. Die Vereinsführung hat jedoch andere Pläne.

Von Jürgen Schwarz
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Könnten bei einem Pirnaer Landesliga-Abstieg im nächsten Jahr in der Landesklasse aufeinandertreffen: Freitals Reserve (in weiß) und die erste Mannschaft der Copitzer, hier bei einem Testspiel im vergangenen Sommer.
Könnten bei einem Pirnaer Landesliga-Abstieg im nächsten Jahr in der Landesklasse aufeinandertreffen: Freitals Reserve (in weiß) und die erste Mannschaft der Copitzer, hier bei einem Testspiel im vergangenen Sommer. © Archiv: Egbert Kamprath

Freital. In der Fußball-Landesliga erwartet der ungeschlagene Spitzenreiter SC Freital am Sonnabend ab 15 Uhr die abstiegsbedrohten Kickers aus Markkleeberg. Zwei Punkte hinter Markkleeberg rangiert Motor Wilsdruff auf dem vorletzten Tabellenplatz. Die Mannschaft von Trainer Paul Rabe empfängt am Sonnabend den FC Lößnitz (11.). Auch wenn die Chancen auf den Klassenerhalt für Motor gering sind – sie gibt es noch. Sollten „nur“ fünf Vereine aus der Landesliga absteigen, müsste Wilsdruff auf Platz 15 einkommen. Dort rangiert aktuell die BSG Stahl Riesa, die vier Zähler mehr auf dem Konto hat.

In der Landesklasse Mitte liegen noch sieben Punktspiele vor dem VfB Fortuna Chemnitz (37 Punkte) und Verfolger SC Freital II (33). Viel deutet auf einen Zweikampf um den Staffelsieg hin, wobei der Chemnitzer noch auf einen „Zusatzpunkt“ verweisen können, da sie auf die deutlich bessere Tordifferenz verweisen (+43/+19). Die Frage, welche Vereine überhaupt das Aufstiegsrecht wahrnehmen würden, klärt sich endgültig am Wochenende: Wer im Falle einer sportlichen Qualifikation nicht aufsteigen oder auf die Spielklasse 2022/23 verzichten will, muss eine unwiderrufliche Erklärung in Schriftform beim Sächsischen Fußball-Verband (SFV) abgeben. Stichtag ist der 30. April.

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In Freital hat man sich bereits entschieden. „Wir haben uns mit dem Thema Aufstieg der zweiten Mannschaft intensiv befasst und sind zu dem Entschluss gekommen, dass wir einen Aufstiegsverzicht beim SFV einreichen werden“, sagt Daniel Wirth, Abteilungsleiter Fußball beim SCF. Die „Zweite“ könnte in die Landesliga aufsteigen, wenn die „Erste“ von dort in die NOFV-Oberliga hochrückt – und darauf deutet viel hin. „Wir denken, dass es ein Jahr zu früh wäre. Der bevorstehende Aufstieg der ersten Mannschaft in die Oberliga ist für unseren Verein eine Riesenaufgabe, da kommt einiges auf uns zu, egal ob im sportlichen, strukturellen oder finanziellen Bereich.“ Zudem, so Wirth, plane der Sportclub einen Umbruch der Landesklassen-Mannschaft in ein U 23-Team. „Wir jagen keinen älteren oder verdienstvollen Spieler vom Hof, wollen aber perspektivisch junge Kicker für die erste Mannschaft ausbilden.“

Auch der SV Wesenitztal will nicht aufsteigen

Generell soll die Ausrichtung im Verein aber so erfolgen, dass die „Zweite“ möglichst nur eine Spielklasse unterhalb der „Ersten“ spielt. „Wir werden organisatorisch alles vorbereiten, damit, sollte die zweite Mannschaft 2023 den sportlichen Aufstieg schaffen, dieser auch vollzogen werden kann“, sagt Wirth. Ob der VfB Fortuna Chemnitz in der laufenden Spielzeit das Aufstiegsrecht wahrnehmen würde, ist derzeit nicht bekannt. Der Tabellenführer erwartet am Sonntag den VfL Pirna-Copitz II (14.). Das Hinspiel endete 5:0 für Chemnitz. Die Freitaler Reserve steht bereits am Sonnabend beim BSC Freiberg (3.) vor der wesentlich höheren Hürde. Gewinnen die Bergstädter, rücken sie bis auf drei Zähler an Freital II heran und wären damit im Titelrennen zurück. Beim ersten Aufeinandertreffen hieß es 3:3.

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Im Kampf um den Klassenerhalt bleibt es unterdessen für die SG Empor Possendorf (15.) schwierig. Nach dem jüngsten Sieg beim Schlusslicht in Dohna stehen sieben Zähler zu Buche. Am Sonnabend ist Empor beim SV Bannewitz (10.) zu Gast, der vor einer Woche gegen den SC Freital II nach einem 0:2-Rückstand noch einen Punkt holte (2:2). An das Derby-Hinspiel möchte in Possendorf niemand mehr erinnert werden: Empor kassierte im „Poisenblick“ ein 0:6 gegen die Bannewitzer. Noch über dem Strich steht der Hartmannsdorfer SV Empor als Tabellen-12. Am Sonntag wartet der SV Lichtenberg (9.), der das Hinspiel mit 4:3 gewonnen hatte. Das Siegtor fiel damals in der Nachspielzeit.

In der Landesklasse Ost wird der SV Wesenitztal (3.) seinen Aufstiegsverzicht erklären. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rahle rangiert nur zwei Zähler hinter Spitzenreiter FSV Oderwitz und ist punktgleich mit dem SC Borea Dresden (2.).

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