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Freundeskreis für Schloss Naundorf gegründet

In dem Gemäuer ist es momentan zu kalt zum Arbeiten. Es geht aber auf einer anderen Ebene weiter.

Schloss Naundorf hat zurzeit weder Heizung noch Stromanschluss. Deswegen gehen die Arbeiten momentan nur verhalten weiter. Aber es gibt viele Pläne für dieses Jahr. © Karl-L. Oberthür

Die Heizung in Schloss Naundorf ist schon vor vielen Jahren abgestellt worden, als das Pflegeheim nach Schmiedeberg umgezogen ist. Konstantin Hermann, der Eigentümer, ist auch noch nicht so weit, eine neue einzubauen. Auch Strom fehlt noch. Deswegen gehen derzeit die Beräumungs- und Abrissarbeiten im Schloss nur eingeschränkt voran. Es geht aber auf einer anderen Ebene weiter. Hermann beschäftigt sich derzeit mit juristischen sowie finanziellen Fragen und sichert sich weitere Unterstützung für sein Vorhaben.

So hat sich jetzt der „Freundeskreis Schloss Naundorf“ gegründet. Er ist als Verein eingetragen und soll sich jetzt mit um die Pflege- und Erhaltungsarbeiten im Gebäude kümmern. Später ist auch geplant, dass der Verein sich bei der Nutzung der Räume für kulturelle und künstlerische Veranstaltungen engagiert. Im Verein sind Helfer aus Naundorf und Umgebung Mitglied, die sich bisher schon für das Schloss engagiert haben, aber auch Unterstützer, die weiter entfernt wohnen und dem Projekt von Konstantin Hermann wohlgesonnen sind. Nach der Gründungsversammlung noch im alten Jahr werden die Unterlagen vom Finanzamt geprüft und dann folgt noch der Notartermin. Wer im Verein Mitglied werden will, muss dafür als Erwachsener 24 Euro Jahresbeitrag bezahlen, mit Ermäßigung 12 Euro.

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Damit gibt es in Naundorf zwei Vereine mit kultureller und historischer Ausrichtung. Im Ort arbeitet bereits der Heimatverein „Ottos Eck“, der sich für den Erhalt des Schlossparks engagiert. welcher der Kommune gehört. Die beiden Vereine wollen zusammenarbeiten. Der Freundeskreis Schloss Naundorf hat sogar in seine Satzung aufgenommen, dass die beiden Vereine partnerschaftlich verbunden sind.

Der neue Freundeskreis plant auch eine eigene Internetseite für das Schloss. Hier ist das Ziel, schnell informieren zu können. Im Februar soll ein Entwurf für diese Seite vorgelegt werden.

Das Schloss Naundorf steht unter Denkmalschutz. Deswegen stimmt sich Hermann laufend ab. Erstens muss er sich beim Umgang mit der historischen Bausubstanz an Auflagen halten. Zweitens bekommt er auch fachliche Unterstützung. Dafür gab es vor wenigen Tagen ein Gespräch. Danach gab es die Genehmigung zum Abriss der späteren Anbauten auf der Rückseite des Schlosses. Hier ist das Bauwerk in der Zeit erweitert worden, als es als Pflegeheim gedient hat. Auch bestellt das Landesamt für Denkmalschutz einen Restaurator, der die Malereien am Portal und in der Eckstube untersucht. Hermann geht davon aus, dass diese schon sehr alt sind.

Dieses Jahr werden die Arbeiten im Schloss die Richtung wechseln. Bisher ging es allein um das Beräumen des Schlosses und den Abriss von Einbauten, die nicht zur historischen Bausubstanz gehören. Das wird auch noch weitergehen. Mit der Genehmigung vom Denkmallschutz können auch die Anbauten an der Rückseite des Schlosses beseitigt werden.

Es geht aber nicht nur rückwärts im Schloss. Es wird auch neu gestaltet. Der Arbeitsplan für dieses Jahr, der mit den Vereinsmitgliedern abgestimmt ist, sieht vor, dass im Erdgeschoss des Schlosses zwei, drei Vereinsräume eingerichtet werden. Außerdem sollen die Turmhalle und der Flur im Erdgeschoss hergerichtet werden, informierte Hermann.

Dafür sind aber auch Gelder erforderlich. „Derzeit prüfe ich alle möglichen Förderprogramme. Bisher habe ich zwei identifiziert, die gut auf Schloss Naundorf passen“, teilt er mit. Als erstes Förderprojekt will er die Dachsanierung in Angriff nehmen. Dafür war vor wenigen Tagen ein Dachdecker im Schloss, um die Kosten zu schätzen. Außerdem soll ein Holzsachverständiger den Dachstuhl untersuchen. Damit wären in Zukunft Nässeschäden ausgeschlossen.

Konstantin Hermann, der Eigentümer des Schlosses im Dippser Ortsteil Schmiedeberg bekommt Unterstützung durch einen Verein.  © Egbert Kamprath

Sie wollen noch besser informiert sein? Schauen Sie doch mal auf www.sächsische.de/dippoldiswalde vorbei.

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