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Sport

Abbruch oder weiter? Spaltung in 3. Liga

Acht Vereine kontern mit einem Positionspapier das Vorpreschen bayrischen Klubs. Und es gibt noch eine weitere Idee: die zweigleisige Liga.

Die Saison fortsetzen und sofortiger Abbruch - in der 3. Liga gehen die Meinungen weit auseinander. Inzwischen wir die Debatte öffentlich ausgetragen.
Die Saison fortsetzen und sofortiger Abbruch - in der 3. Liga gehen die Meinungen weit auseinander. Inzwischen wir die Debatte öffentlich ausgetragen. © Patrick Seeger/dpa

Leipzig. Geisterspiele sind der vorzeitige Weg in die Insolvenz, die Liga soll abgebrochen und dann bei Neustart aufgestockt werden - das sind die wichtigsten Eckdaten in einem Positionspapier von acht Drittligisten an den Deutschen Fußball-Bund (DFB). 

In dem veröffentlichten Schreiben plädieren der Hallesche FC, 1. FC Magdeburg, Carl Zeiss Jena, Chemnitzer FC, FSV Zwickau, Preußen Münster, Waldhof Mannheim und Sonnenhof Großaspach für einen Saisonabbruch. "Dies ist aus unserer Sicht der sportlich bittere, aber auch der einzig mögliche Weg, bei dem die gesellschaftlichen Realitäten, der Schutz der Gesundheit und die wirtschaftlichen Notwendigkeiten in Einklang zu bringen sind", heißt es in dem Schreiben. 

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Da sich tags zuvor Bayerns Drittligisten für eine schnellstmögliche Fortführung der Saison ausgesprochen hatten, scheint die Liga gespalten zu sein. "Es gibt für uns gar keine andere Lösung, als die Saison zu Ende zu spielen, weil nur dann ein sportlich faires Endergebnis zustande kommt", sagte Präsident Manfred Schwabl von der SpVgg Unterhaching. 

Eine außerdem  ins Spiel gebrachte zweigleisige Staffeleinteilung soll aber kein Thema sein. "In der 3. Liga und dem zuständigen Ausschuss sind zwei oder mehr Staffeln - auch in der Corona-Krise - aktuell weiterhin kein Thema", teilte der DFB mit. 

Keine Sonderbehandlung für den Fußball

Die acht Vereine schlagen nun in ihrem Positionspapier vor, dass bei einem Abbruch der aktuelle Tabellenstand im Hinblick auf den Aufstieg gewertet, der Abstieg dagegen ausgesetzt und die 3. Liga in der kommenden Saison mit den derzeitigen Tabellenersten der Regionalligen aufgestockt wird. "Dies führt zwar zu mehr Mannschaften in der nächsten Saison, bildet aber einen fairen Kompromiss ab und ermöglicht eine teilweise wirtschaftliche und mediale Kompensation in der Folgesaison", heißt es.

Man sei sich einig, dass "sportliche Wettbewerbe auf dem Rasen entschieden werden sollten und nicht am Grünen Tisch. Aber wir sind auch davon überzeugt, dass der Preis für eine Fortsetzung der Saison nicht unverantwortlich hoch sein darf - gesellschaftlich, bezogen auf die Gesundheit und auch wirtschaftlich." 

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Zugleich wolle man die Gesamtverantwortung des Fußballs nicht aufs Spiel setzen, da die Spieler eine Vorbildfunktion genießen. "Wenn Ärzte und Pflegepersonal Tag und Nacht für ihre Patienten im Einsatz sind, wenn Kinder und Jugendliche nicht zur Schule oder zur Kita dürfen, wenn Gastronomen, Einzelhändler, Künstler und viele andere um ihre wirtschaftliche Existenz bangen, dann darf der Fußball - insbesondere in der 3. Liga mit der Verwurzelung der Vereine in den Regionen und Städten - keine Sonderrolle für sich beanspruchen." (dpa)

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