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Quereinsteigerin mit Bestnoten zur Pflegefachkraft

Zwei Mitarbeiterinnen des Schönerstädter Pflegeheims haben einen ungewöhnlichen beruflichen Werdegang. Doch nun ist der Berufswunsch erfüllt.

Diana Eggers ist nach drei Jahren Ausbildung nun staatlich anerkannte Altenpflegekraft. Zuvor hat sie 16 Jahre als Friseurin gearbeitet. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung arbeitet sie im Pflegeheim Schönerstädt.
Diana Eggers ist nach drei Jahren Ausbildung nun staatlich anerkannte Altenpflegekraft. Zuvor hat sie 16 Jahre als Friseurin gearbeitet. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung arbeitet sie im Pflegeheim Schönerstädt. © Dietmar Thomas

Hartha. Diana Eggers hat sich einen Wunsch erfüllt. Sie ist nun staatlich anerkannte Altenpflegefachkraft. Nach der Schulzeit hat sie zunächst Friseurin gelernt und auch 16 Jahre in dem Beruf gearbeitet.

„Altenpflegerin wäre ich damals auch schon gern geworden. Doch ich habe mich zunächst anders entschieden“, sagte Diana Eggers. Im Jahr nach der Geburt ihres Kindes begann sie sich zu überlegen, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll. „Ich habe mich in dieser Zeit auch viel um meine Oma gekümmert und gemerkt, dass es eine schöne Aufgabe ist“, sagte Diana Eggers.

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Ausbildung mit "Ausgezeichnet" bestanden

Doch zunächst begann sie wieder als Friseurin. Durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Hospizbegleiterin lernte sie das Pflegeheim Schönerstädt kennen und war sofort begeistert. „Da ich sowieso schon immer überlegt habe, meinen Beruf zu wechseln, fiel die Entscheidung recht schnell. Ich begann in der Einrichtung als Pflegehelfer zu arbeiten“, so Diana Eggers.

Doch sie wollte mehr. Wollte das Wissen einer Fachkraft haben, Zusammenhänge erkennen, die Bewohner noch mehr unterstützen können. Deshalb entschied sie sich für eine dreijährige Direktausbildung als Altenpflegefachkraft in der Heimerer-Schule in Döbeln. Das war nicht nur eine organisatorische Herausforderung, sondern auch eine Finanzielle. Diana Eggert erhielt nur das Geld einer Auszubildenden.

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Trotzdem wagte sie den Schritt und weil sie diesen so bewusst tat, hat sie sich auch mächtig ins Zeug gelegt. Sie sei Perfektionistin , sagt sie, hatte den Ansporn gut zu sein. Und nun hält sie ein Zeugnis in den Händen, das ihr bescheinigt, die Ausbildung mit dem Prädikat „Ausgezeichnet“ bestanden zu haben.

Darüber ist sie sehr glücklich und auch über den neuen Arbeitsvertrag. Seit Anfang September ist sie im Schönerstädter Pflegeheim angestellt. „Ich wollte immer hierbleiben. Das Team stimmt, die Atmosphäre im Haus ist toll. Alle sind für mich wie eine Familie. Die Geschäftsleitung und auch die Praxisanleiter haben mich und meine Kollegin immer unterstützt“, so Diana Eggers.

"Bereicherung" für Pflegeheim in Schönerstädt

Ihre Kollegin Susann ist ebenfalls eine Seiteneinsteigerin im Pflegeberuf. Sie erlernte nach der Schule den Beruf der Bürokauffrau. Da sie später keine Arbeit in diesem Bereich fand, sollte die Arbeit als Pflegehelfer nur eine Übergangslösung sein. Daraus wurden dann drei Jahre. Dann bekam sie von der Geschäftsleitung des Schönerstädter Pflegeheimes das Angebot, die Ausbildung zur Altenpflegefachkraft zu absolvieren.

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„Zuerst habe ich nicht gewollt. Denn das war ja nicht mein Plan. Doch die Geschäftsleitung hat nicht locker gelassen. Nun bin ich staatlich anerkannte Altenpflegefachkraft mit Auszeichnung und habe eine Festanstellung im Schönerstädter Pflegeheim“, sagte Susann. Günstig war, das sie in das sogenannte Wegebau-Programm fiel und so während der Ausbildung das Gehalt einer Pflegeassistentin bezog.

Eigentlich sei die Zeit der Ausbildung sehr schnell vorbei gewesen. Nun haben sie andere Aufgaben und mehr Verantwortung übernommen. Das sei zwar eine Umstellung, aber die Arbeit würde viel Spaß machen.

„Wir sind stolz, dass wir die beiden Frauen während ihrer Ausbildung begleiten durften und dass sie ein so hervorragendes Ergebnis erzielt haben. Sie sind die Einzigen ihres Abschlusslehrganges, die mit Auszeichnung abgeschlossen haben“, sagte Geschäftsführerin Simona Gerson.

Einen großen Anteil an diesem Erfolg haben die beiden Praxisanleiter Romy Knetsch und Heiko Kowalewitsch. Es sei schon ein Glücksgefühl solche tollen neuen Fachkräfte im Haus zu haben, die ihren Beruf leben und eine Bereicherung für das Haus seien, sagte Simone Gerson. Sie und Gritt Schmidt überreichten den beiden Altenpflegerinnen nicht nur die Zeugnisse, sondern auch kleine Präsente für den Neustart.

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