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Glashütte: Noch zehn Tage bis zur Bürgermeisterwahl

Die beiden verbliebenen Kandidaten führen ihren Wahlkampf fort und nutzen dafür unterschiedliche Wege.

Tilo Bretschneider (links) und Sven Gleißberg wollen Bürgermeister in Glashütte werden. Die Entscheidung dazu fällt am 17. Oktober.
Tilo Bretschneider (links) und Sven Gleißberg wollen Bürgermeister in Glashütte werden. Die Entscheidung dazu fällt am 17. Oktober. © Egbert Kamprath

Am 17. Oktober wird sich entscheiden, wer die Geschicke in der Glashütter Kommunalpolitik in den nächsten sieben Jahren lenkt. Die Glashütter sind erneut zur Wahl aufgerufen, da es im ersten Wahlgang am 26. September keine Entscheidung gab. Damals holte keiner der drei Bewerber die absolute Mehrheit.

Im Gegensatz zum ersten Wahlgang werden nun nur noch zwei Bewerber auf dem Wahlschein stehen: Sven Gleißberg (parteilos/CDU-Wahlvorschlag) und Tilo Bretschneider (AfD). Steffen Barthel, der für die Freie Wählergemeinschaft Johnsbach, antrat, seinen Wahlkampf aber Ende August aus gesundheitlichen Gründen einstellte, wird nicht mehr auf dem Stimmzettel stehen. Seine Vertrauensleute haben die Bewerbung zurückgezogen.

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Die zwei verbliebenen Bewerber kündigten bereits nach dem ersten Wahltag an, den Wahlkampf fortzusetzen. Gleißberg hat seine Homepage aktualisiert und nutzt weiter die sozialen Medien, um potenzielle Wähler über seine Ziele zu unterrichten. Zudem besucht er Dorf- und Heimatfeste, um mit möglichst vielen Bürgern ins Gespräch zu kommen. "Die Resonanz war überwältigend und bestärkt mich in meiner Kandidatur als Bürgermeister für Glashütte", sagt er. Zudem wird er am Freitag einen neuen Flyer herausgegeben, in dem er seine Unterstützer auflistet, darunter sind neben Unternehmern und einigen Stadträten auch die beiden früheren Bürgermeister Frank Reichel und Markus Dreßler (beide CDU). "Darauf bin ich sehr stolz", so Gleißberg.

Bretschneider lädt am Freitag, 8. Oktober, ins Erbgericht Reinhardtsgrimma. Dort trifft er den AfD-Fraktionschef im Landtag Jörg Urban und den Landtagsabgeordneten André Barth, um über die Lage der sächsischen Kommunen im Allgemeinen und Glashütte im Besonderen diskutieren. Zudem bereitet er noch ein Faltblatt vor.

Beim ersten Wahlgang am 26. September, der parallel zur Bundestagswahl stattfand, bekam Sven Gleißberg die meiste Unterstützung. Der Schlottwitzer gewann 1.976 Stimmen und damit 44,8 Prozent. Tilo Bretschneider (AfD) erhielt 1.385 Stimmen und 31,4 Prozent. Steffen Barthel (Freie Wähler) kam auf 1.051 Stimmen bzw. 23,8 Prozent.

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Zur Wahl am 17. Oktober sind 5.523 Wähler aufgerufen. Bis zum Freitag, 15. Oktober, 16 Uhr, können sie noch Briefwahlunterlagen anfordern. Wer krank ist, kann dies laut Gemeindewahlausschuss noch bis zum Wahltag 15 Uhr tun. Das vorläufige Endergebnis wird am Wahltag höchstwahrscheinlich nicht vor 20 Uhr vorliegen. Grund ist die hohe Zahl der Briefwähler, sagt Maritta Reichel, Chefin des Gemeindewahlausschusses.

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