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Glashütte: Uhrenfirma Nomos organisiert Impfaktion

Nicht nur Mitarbeiter des Unternehmens ließen sich einen Piecks geben, auch aus der Nachbarschaft kamen Uhrmacher in den früheren Bahnhof.

Von Maik Brückner
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Der Geschäftsführer der Uhrenfirma Nomos Glashütte, Uwe Ahrendt, ließ sich am Donnerstag zum dritten Mal impfen. Damit begann eine groß angelegte Impfaktion in Glashütte.
Der Geschäftsführer der Uhrenfirma Nomos Glashütte, Uwe Ahrendt, ließ sich am Donnerstag zum dritten Mal impfen. Damit begann eine groß angelegte Impfaktion in Glashütte. © Karl-Ludwig Oberthür

In der Uhrenfirma Nomos Glashütte fand am Donnerstag eine groß angelegte Impfaktion statt, die das Unternehmen zusammen mit dem Landratsamt Pirna organisiert hat. Der Anstoß dazu kam vom Landkreis, sagt Sylke May von der Geschäftsführung.

Die Aktion begann um 9.30 Uhr. Als Erster ließ sich Nomos-Geschäftsführer Uwe Ahrendt seine Booster-Impfung geben. Im Verlauf des Tages wurden mehr als 80 Impfungen verabreicht.

Hier ließen sich nicht nur zirka 40 Mitarbeiter von Nomos Glashütte, sondern auch knapp 20 Beschäftigte der Manufaktur Glashütte Original und einige Mitarbeiter von Tutima impfen. Auch etwas mehr als zehn Mitarbeiter der Paka Pappen- und Kartonagenfabrik nutzten diese Gelegenheit. Darüber hinaus ließen sich auch andere Glashütter aus dem Umfeld der Nomos-Mitarbeiter impfen.

Im früheren Glashütter Bahnhofsgebäude ging es am Donnerstag nicht um Uhren, sondern ums Impfen. Hier fand eine groß angelegte Impfaktion statt.
Im früheren Glashütter Bahnhofsgebäude ging es am Donnerstag nicht um Uhren, sondern ums Impfen. Hier fand eine groß angelegte Impfaktion statt. © Nomos Glashütte

Die Impfungen fanden im Erdgeschoss des früheren Bahnhofs statt. Sylke May ist froh über die hohe Impfbereitschaft. Bei den beiden ersten Impfaktionen, die man über den Betriebsarzt im Sommer angeboten hatte, nahmen je Termin mehr als 30 Mitarbeiter teil.

Wie viele Mitarbeiter der Firma bereits geimpft sind, konnte sie nicht sagen. Sie schätzt, dass man sich bei der Impfquote nur wenig vom sächsischen Landesdurchschnitt unterscheide.

In den nächsten Wochen könnte es zu ähnlichen Impfaktionen in anderen Unternehmen kommen. Wie das Landratsamt auf Nachfrage erklärte, habe es landkreisweit Unternehmen angefragt, ob Bedarf an Impfangeboten vor Ort bestehe. Und dazu habe es auch Rückmeldungen gegeben, sagt Kreissprecherin Karin Kerber. "Weitere Aktionen befinden sich derzeit in der Planungs- und Abstimmungsphase."

Es liege in der Verantwortung der jeweiligen Firmen, die Öffentlichkeit darüber zu informieren, wo und wann die Aktionen stattfinden. "Derzeit fahren bis zu zwei mobile Teams zu auswärtigen Terminen", heißt es aus dem Gesundheitsamt des Kreises. Die Teams bestehen aus mindestens vier Personen inklusive Impfarzt.