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Händler-Streit in Görlitz: Wie der Wochenmarkt am Elisabethplatz verödet

Markt heißt eigentlich: alle stehen zusammen. In Görlitz verursacht die Baustelle derzeit Chaos und Ärger. Welche möglichen Lösungen es gibt.

Von Marc Hörcher
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Susan Walther, Verkäuferin in einem Verkaufswagen der Königshainer Bäckerei Melzer. Am Freitag durfte sie auf der "Verkaufs-Sonnenseite" am Marienplatz stehen. Den "Katzentisch-Standort" am unteren Elisabethplatz musste sie in der Woche davor nutzen.
Susan Walther, Verkäuferin in einem Verkaufswagen der Königshainer Bäckerei Melzer. Am Freitag durfte sie auf der "Verkaufs-Sonnenseite" am Marienplatz stehen. Den "Katzentisch-Standort" am unteren Elisabethplatz musste sie in der Woche davor nutzen. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Das hier ist die letzte Ecke. Am unteren Elisabethplatz fühlt sich Blumenhändler Gundolf Nicht mit dem Marktstand seiner Gärtnerei in Girbigsdorf überhaupt nicht wohl. Überall liege Laub und Dreck, es sei nicht oder schlecht gestreut gegen die Glätte - und der Standort erst. Hier findet ihn niemand, erklärt er am Freitagvormittag - und geht auf den Marktleiter zu, mit den Worten: „Ich stelle mich morgen aber nicht allein dorthin!“. Der Marktleiter versucht zu beschwichtigen, die Regeln zu erklären. Die lauten eigentlich wie folgt: Seit der obere Elisabethplatz durch die große Baustelle weitestgehend blockiert ist, müssen die Händler auf dem unteren Elisabethplatz stehen. Die Imbisse indes sind mit ihrem Angebot oben am Marienplatz positioniert - auf dem Präsentierteller. Auf dem unteren Teil, dort wo Gundolf Nicht mit seinen Produkten stehen müsste, ist es anders. Die Passanten müssen erstmal wissen, dass dort überhaupt Händler stehen und sich dann durchkämpfen durch den allmählich abtauenden Schneematsch, an Baustellenzäunen vorbei.

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