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Görlitz

Kita-Projekte: Kinder lernen Natur und Handwerk kennen

Die Handwerkskammer startet einen Wettbewerb und Abgeordnete Franziska Schubert ruft zum Apfelbaum-Pflanzen auf. Letzteres richtet sich auch an Schüler.

Symbolbild
Symbolbild © SZ-Archiv / Steffen Unger

Die Görlitzer Landtagsabgeordnete Franziska Schubert (Grüne) ruft Kitas und Schulen im Kreis Görlitz auf, sich beim Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) im Zuge der Initiative "Äpfel für alle Kinder" um kostenlose Apfelbäume zu bewerben. "Obstbäume sind wichtige Nahrungsquellen für Bienen. Äpfel sind gesund und man kann gemeinsam spielerisch die Zusammenhänge in der Natur entdecken“, erklärt Schubert den Nutzen des Projekts. Die Idee hat Schubert selbst bei den vergangenen Haushaltsverhandlungen als Idee eingebracht und zusammen mit ihrer Fraktion im Doppelhaushalt verankert.

Interessierte können sich bereits für die zukünftigen Pflanztermine im Jahr 2022 sowie das Frühjahr 2023 bewerben. Einen Bewerbungsschluss für die Frühjahrspflanzung 2022 gibt der DVL Sachsen wird rechtzeitig auf seiner Website bekannt. Auch für die Herbstpflanzung 2021 kann man sich bewerben, allerdings ist der Bewerbungsschluss dafür bereits diesen Sonntag.

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Im Zuge der Initiative werden je Schule oder Kita zwei Apfelbäume inklusive Material (Wurzelschutz, Pfähle, Anbindung, Stammschutz) kostenlos zur Verfügung gestellt und auf Wunsch auch von einer sächsischen Baumschule angeliefert. Es stehen die Qualitäten Hochstamm, Mittelstamm, Niederstamm zur Verfügung, je nach Platzangebot und Vorstellungen der Schulen beziehungsweise Kitas.

Der Zugang zum Online- Bewerbungsformular ist hier zu finden: https://dvl-sachsen.de/de/62/p1/apfelbaeumchen-formular.html

Für Pflanzung und Pflege inklusive Obstbaumschnitt engagiert sich die jeweilige Schule beziehungsweise Kita selbstständig. Unterstützung gibt's beim DLV oder den Landschaftspflegeverbänden. Und Franziska Schubert, die selbst Erfahrung hat im Umgang mit Streuobstwiesen, bietet auch selbst aktiv Unterstützung an: "Gern komme ich zum Pflanzen vorbei oder zum Baumschnitt. Und später auch gern zum Apfelmus oder Saft machen."

Handwerkskammer startet Wettbewerb für den Nachwuchs

Ebenfalls an Kita-Kinder richtet sich der bundesweite Wettbewerb „Kleine Hände, große Zukunft“ der Handwerkskammer Dresden, der nun zum neunten Mal stattfindet.

Kita-Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren besuchen dabei mit ihren Erziehern Handwerksbetriebe in ihrer Nähe. Dabei lernen sie direkt vor Ort, wie ein Handwerker arbeitet, was für Geräte er einsetzt und welche Materialien er für seine Aufgaben benutzt. "So lernen sie die bunte Welt des Handwerks spielerisch kennen und haben am Ende sogar die Chance, etwas zu gewinnen", teilt Peggy Michel, Sprecherin der Handwerkskammer, mit.

Ihre Erlebnisse halten die Kita-Gruppen auf einem Riesenposter fest, welches sie bis zum 4. Februar 2022 bei der Handwerkskammer Dresden einreichen können. Diese leitet alle Einsendungen an die Initiative Aktion Modernes Handwerk weiter. Eine Expertenjury mit Vertretern aus Handwerk und Frühpädagogik beurteilt die Arbeiten der Kinder. Der Landessieger erhält ein Preisgeld von je 500 Euro. Zusätzlich stiftet die Handwerkskammer Dresden Preise für Teilnehmer aus den Landkreisen Meißen, Bautzen, Görlitz, Sächsische-Schweiz/Osterzgebirge und der Landeshauptstadt Dresden.

„Wir freuen uns wieder auf viele neugierige Kinder in den Betrieben und die kreativen Plakate, die sie im Anschluss gestalten. Nach dem langen zweiten Lockdown ist das die perfekte Gelegenheit, um den Wissensdurst der Kleinsten zu stillen“, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. „Der Wettbewerb bietet eine schöne Gelegenheit, um Kinder und Handwerk zusammenzuführen – sie sind schließlich die Fachkräfte von morgen“, betont er.

In den nächsten Wochen spricht die Handwerkskammer Dresden wieder Kitas ihrer Region persönlich an und macht sie auf den Wettbewerb aufmerksam. Interessierte Erzieher können die Wettbewerbspakete bei der Handwerkskammer Dresden kostenfrei anfordern (E-Mail: [email protected] oder Tel. 0351 4640-963). Auch Handwerker vor Ort können die Initiative ergreifen und Kitas in ihrer Nähe auf den Wettbewerb ansprechen. (SZ)

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