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Lichterglanz steht auf der Kippe

Bislang wollten die Veranstalter den verkaufsoffenen Abend durchziehen. Aber die Unsicherheiten wachsen.

So sah es voriges Jahr zum Lichterglanz aus. Der verkaufsoffene Abend gehört zu den Höhepunkten für die Görlitzer Innenstadthändler - und für viele Görlitzer.
So sah es voriges Jahr zum Lichterglanz aus. Der verkaufsoffene Abend gehört zu den Höhepunkten für die Görlitzer Innenstadthändler - und für viele Görlitzer. © Nikolai Schmidt

Die Vorbereitungen sind jetzt erst mal auf Eis gelegt. Normalerweise würden die Veranstalter des Lichterglanzes in der Görlitzer Innenstadt am Freitag anfangen, den Postplatz herzurichten: Am Sonnabend sollen nicht nur viele Innenstadt-Geschäfte besonders lange geöffnet sein, sondern der Postplatz soll auch wieder in buntem Licht erstrahlen. Aber ob es wird, kann Jens Mäbert von der VTS-Eventtechnik in Görlitz aktuell nicht sagen. 

Problem: Was ist der Lichterglanz

Am Dienstag soll die endgültige Entscheidung fallen. Bisher hatte der Aktionsring, der seit vielen Jahren den verkaufsoffenen Abend organisiert, daran festhalten wollen. Die Plakate hängen in vielen Geschäften aus, nicht nur in Görlitz, sondern bis Zittau. Seit mehreren Tagen aber nun steht der Aktionsring täglich mit dem Gesundheitsamt des Landkreises in Verbindung, erzählt Jens Mäbert. 

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Nachdem am Wochenende die Corona-Fallzahlen im Kreis die Zahl von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner pro Woche überschritten haben, der Kreis als Risikogebiet und eine neue Allgemeinverfügung gilt, hat sich die Situation noch einmal verschärft. 

Das Problem: Als was ordnet man den Lichterglanz ein, erklärt Mäbert. Es ist erlaubt, in Geschäften einkaufen zu gehen, auch zu verlängerten Öffnungszeiten. Auf der anderen Seite ist zu erwarten, dass mehr Menschen kommen werden, als zu einem üblichen Sonnabendabend. "Wenn wir wüssten, dass alle sich an die Regeln halten ...", sagt Mäbert. 

Gesundheitsamt soll Entscheidung treffen

In Geschäften gilt ohnehin Maskenpflicht. Auch Zutrittsbeschränkungen ließen sich in Geschäften sicherlich umsetzen. Mit der neuen Allgemeinverfügung gilt aber beispielsweise auch im öffentlichen Raum Maskengebot, wenn ein Abstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist. Außerdem gelten etwa verschärfte Maßnahmen für Zusammenkünfte. Ebenso für Veranstaltungen, die als Volksfeste oder Jahrmärkte deklariert werden. Sie sind im Kreis nun auf 500 Besucher beschränkt.

Eine andere Frage betrifft Imbisse. "Ich kann zum Beispiel auf den Wochenmarkt gehen und mir eine Bratwurst kaufen", erklärt Jens Mäbert. "Aber die Gastronomen dürfen beispielsweise keine Verweilmöglichkeiten schaffen."

Ob der Lichterglanz nun stattfindet - der Aktionsring will die Entscheidung an das Gesundheitsamt abgeben. Dienstagnachmittag soll die Entscheidung fallen. 

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