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Görlitz: Bundespolizei findet 13 Flüchtlinge

Nur zwei der illegal eingereisten Menschen dürfen in Deutschland bleiben. Darüber hinaus melden Bundespolizei und Polizeidirektion noch zahlreiche weitere Vorfälle.

Von Ingo Kramer
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Bundespolizisten halten am Grenzübergang in Ludwigsdorf bei Görlitz immer wieder Fahrzeuge an. Manchmal werden sie dabei fündig.
Bundespolizisten halten am Grenzübergang in Ludwigsdorf bei Görlitz immer wieder Fahrzeuge an. Manchmal werden sie dabei fündig. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Am Mittwoch nahmen Bundespolizisten im Raum Görlitz insgesamt 13 Migranten in Gewahrsam. Darüber informiert Ivonne Höppner, Pressesprecherin der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf. Im Laufe des Tages stellten die Beamten am Bahnhof Görlitz vier Syrer und einen Iraker, an der Altstadt- und der Stadtbrücke vier Männer aus Somalia sowie zwei Männer aus dem Jemen fest. Zwei weitere Jemeniten wurden in der Innenstadt aufgegriffen. All diese Menschen waren nicht im Besitz gültiger Reisedokumente. Zwei der unerlaubt Eingereisten, die minderjährig waren, wurden an das Jugendamt übergeben, der Rest nach Polen zurückgewiesen.

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Am Mittwochmorgen kontrollierten Bundespolizisten auf dem Autobahnrastplatz An der Neiße einen ukrainischen Kleintransporter. Ein Insasse des Transporters war zur Fahndung ausgeschrieben. Die Staatsanwaltschaft Görlitz hatte gegen den 34-jährigen Ukrainer einen Vollstreckungshaftbefehl erlassen. Demzufolge wurde der Ukrainer im Jahr 2019 wegen unerlaubten Aufenthalts ohne erforderlichen Aufenthaltstitel zu einer Geldstrafe in Höhe von 320 Euro verurteilt. Nachdem er seine Schulden bei der Staatskasse vor Ort beglichen hatte, konnte er weiterreisen.

Am Mittwochabend nahmen Bundespolizisten einen mit Haftbefehl gesuchten Polen fest. Die Beamten kontrollierten ebenfalls am Autobahnrastplatz An der Neiße im Rahmen der wiedereingeführten Grenzkontrollen einen Pkw mit polnischer Zulassung. Die anschließende Überprüfung der Personalien des Beifahrers ergab, dass gegen ihn ein Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Weiden in der Oberpfalz wegen schweren Bandendiebstahls vorliegt. Der 35-Jährige wurde festgenommen. Er wird dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Görlitz vorgeführt.

Zeugin meldet einen Ladendieb

Zudem meldet die Polizeidirektion Görlitz insgesamt sechs Vorfälle. Und zwar die Folgenden.

Am Mittwochmorgen, gegen 9.45 Uhr, hat eine aufmerksame Zeugin der Polizei mitgeteilt, dass ein Ladendieb soeben ein Geschäft an der Christoph-Lüders-Straße in Görlitz verlässt. Durch die genaue Personenbeschreibung der Zeugin konnte eine Streife den Dieb kurz darauf aufgreifen. Im Rucksack befand sich noch das Diebesgut. Dieses konnten die Beamten wieder an den Eigentümer zurückgeben. Der erwischte 29-jährige Deutsche muss sich nun wegen des Verdachts des Diebstahls verantworten.

Am Mittwochvormittag, gegen 10.50 Uhr, hat es einen Verkehrsunfall auf der Straße Am Hopfenfeld in Görlitz gegeben. Ein 63-Jähriger befuhr mit seinem Toyota die B 99 und bog nach rechts in die Nieskyer Straße ab. Offenbar übersah er dabei eine 52-jährige Radlerin, die in gleicher Richtung unterwegs war. Es kam zum Zusammenstoß, bei dem die Frau schwer verletzt wurde. Sie kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Der Sachschaden betrug rund 5.000 Euro.

1.600 Euro Sachschaden nach Unfall

Am Mittwochvormittag, 9.55 Uhr, hat ein Pkw einen Brummifahrer auf der A 4 in Höhe Kodersdorf überholt. Nach dem Manöver bog der unbekannte Fahrer vor dem 36-jährigen Lkw-Lenker ein, sodass dieser offenbar nach rechts ausweichen musste und dabei drei Warnbaken beschädigte. Der Pkw setzte seine Fahrt, ohne anzuhalten fort. Es entstand Sachschaden von geschätzt 1.600 Euro. Zeugen, die den Verkehrsunfall beobachtet haben oder sachdienliche Angaben zum Pkw machen können, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion unter der Telefonnummer 03591 3670 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Eine besondere Gefahrensituation hat es am Mittwochnachmittag im Tunnel Königshainer Berge auf der A 4 in Fahrtrichtung Dresden gegeben. Ein bislang unbekannter Lkw-Fahrer beschädigte gegen 14.50 Uhr das zweieinhalb Meter hoch angebrachte elektronische Verkehrszeichen zur Geschwindigkeitsbegrenzung, sodass dieses hinunterhing. Der Verursacher suchte das Weite und verständigte niemanden. Über die Autobahnmeisterei wurde eine sofortige Sicherung und Reparatur veranlasst. Es entstand ein Sachschaden von etwa 1.000 Euro. Zeugen, die den Verkehrsunfall beobachtet haben oder sachdienliche Hinweise zum Verursacher geben können, werden ebenfalls gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion unter der Telefonnummer 03591 3670 oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

Am Mittwochnachmittag, gegen 15.50 Uhr, hatte es ein Audi Q 7 mit seinem Anhänger auf der A 4, kurz nach der Auffahrt Weißenberg in Richtung Görlitz, sehr eilig. Der 48-jährige polnische Fahrer fuhr statt der erlaubten 80 Stundenkilometer ganze 141 Stundenkilometer. Das Bußgeld für diesen Verstoß beträgt 600 Euro. Dazu kommen noch zwei Punkte und ein Fahrverbot von zwei Monaten in Deutschland.

Ein 40-jähriger Sattelzug-Fahrer ist am Mittwochabend, gegen 18.50 Uhr, auf der A 4 zwischen Weißenberg und Nieder Seifersdorf in Schlangenlinien in Richtung Görlitz unterwegs gewesen. Immer wieder verzögerte er zudem abrupt die Geschwindigkeit, sodass der nachfolgende Sattelzug fast auffuhr. Eine Streife des Verkehrsüberwachungsdienstes hielt den Tunesier an. Er hatte offenbar sein Handy zum Navigieren genutzt und es dabei in der Hand gehalten. Zudem hatte er seine Sehhilfe nicht dabei. Die Polizisten untersagten ihm die Weiterfahrt und fertigten eine entsprechende Anzeige.