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Elektrogroßhändler zieht zu Roscher

Die Sanierung nach dem Großbrand in Görlitz geht weiter. Jetzt gibt es neue Mieter. Und einen geplanten Fertigstellungstermin.

Zum Roscher-Richtfest Anfang Juli sahen die Gebäude so aus. Mittlerweile sind die meisten Gerüste gefallen.
Zum Roscher-Richtfest Anfang Juli sahen die Gebäude so aus. Mittlerweile sind die meisten Gerüste gefallen. © Nikolai Schmidt

Verwalterin Anke Klaus hat Grund zur Freude: Ab März zieht der Elektrogroßhändler DEG (Deutsche Elektro-Gruppe/Sonepar Deutschland GmbH) als neuer Mieter in den Gewerbepark Roscher an der Reichenbacher Straße, für Mai ist die Eröffnung geplant. Nach dem verheerenden Großbrand vom 25. Februar vergangenen Jahres und dem danach folgenden Weggang mehrerer großer Mieter ist das für Roscher ein riesiger Lichtblick.

Firma mietet mehr als 550 Quadratmeter

Die DEG zieht in die früheren Räume des Auto-Teile-Handels (ATH) an der Straßenseite sowie in dahinter stehende Gebäude. „Insgesamt mietet die Firma mehr als 550 Quadratmeter Fläche“, sagt Anke Klaus. Neu in Görlitz ist die DEG aber nicht: Sie ist bisher im Gebäude Am Klinikum 7 zu finden – also da, wo früher das Einwohnermeldeamt untergebracht war.

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Die Sanierung der Roscher-Gebäude kommt derweil voran. Seit wenigen Tagen ist die Straßenfront gerüstfrei, bald werden auch die anderen Fassaden abgerüstet. Die Rohbauarbeiten gehen auf ihr Ende zu, ein Großteil der Tore und Fenster  ist eingebaut. Auch der historische Lichthof und die Empore wurden wieder hergestellt. Doch nicht alle Bauarbeiten liegen im Zeitplan. „Wir merken den ersten Corona-Lockdown zeitversetzt durch Lieferschwierigkeiten von Unternehmen“, sagt Anke Klaus. Für Brandschutztüren zum Beispiel hätten sich die Lieferzeiten deutlich verlängert. Trotzdem steht der Zeitplan: Ende Februar, zwei Jahre nach dem Brand, sollen die Rohbauarbeiten erledigt sein. „Da ist aber noch nicht alles fertig und vermietungsfähig“, schränkt Anke Klaus mittlerweile ein.

Berufsfeuerwehr sollte einziehen

Die Suche nach Mietern ist nicht ganz einfach. Glücklich ist Anke Klaus darüber, dass dem Gewerbepark viele alte Mieter erhalten geblieben sind. Ebenso froh ist sie über Neuansiedlungen wie die DEG. „Andererseits hatte bis vor Kurzem die Stadt Görlitz starkes Interesse an einzelnen Gewerbeeinheiten signalisiert“, sagt Anke Klaus: „Die Berufsfeuerwehr sollte einziehen.“

Dadurch seien große Flächen über einige Zeit für die Vermietung blockiert gewesen. Jetzt hätten sich die städtischen Feuerwehr-Überlegungen aber leider zerschlagen, weil dafür zu viele bauliche Kompromisse nötig gewesen wären. Dadurch kann sie erst jetzt wieder beginnen, neue Mieter für diese großen Flächen zu suchen, darunter die alten Räume von Autoglas Görlitz und die Autowerkstatt, von der der Brand ausgegangen war und wo jetzt noch eine zweite Etage hinzugekommen ist. „Leider macht die zweite Corona-Welle die Vermietung nicht leichter“, sagt Anke Klaus. Interessenten sind also jederzeit willkommen.

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