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Görlitz-Tourismus bricht stark ein

Die Auslastung der Betten ist im Vergleich zum Vorjahr noch einmal deutlich gesunken. Doch einen Lichtblick gibt es.

Von Ingo Kramer
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Bei Touristen stets beliebt: Die Brüderstraße in der Görlitzer Altstadt verbindet Ober- und Untermarkt.
Bei Touristen stets beliebt: Die Brüderstraße in der Görlitzer Altstadt verbindet Ober- und Untermarkt. © Paul Glaser/glaserfotografie.de

Von Januar bis Juli wurden in Görlitz 71.907 Übernachtungen gebucht. Das geht aus den statistischen Monatszahlen hervor, die die Stadtverwaltung jetzt veröffentlicht hat. Zahlen für die Monate August, September und Oktober liegen allerdings noch nicht vor. Zum Vergleich: Voriges Jahr waren es von Januar bis Juli 108.815 Übernachtungen, im Vor-Corona-Jahr 2019 sogar 171.659. Anders gesagt: Über zwei Jahre ist die Zahl um weit mehr als die Hälfte geschrumpft.

Auch die Zahl der Ankünfte ging zurück: Von Januar bis Juli 2019 waren es 83.861, voriges Jahr 49.826 und dieses Jahr 29.048. Doch einen Lichtblick gibt es: Die Gäste bleiben immer länger: Vor zwei Jahren waren es im Durchschnitt 2,0 Nächte, voriges Jahr 2,2 und dieses Jahr sogar 2,5.

Ebenfalls positiv: Der für den Tourismus wichtige Sommermonat Juli bewegt sich halbwegs auf dem Niveau der Vorjahre. Diesmal gab es im Juli 14.228 Ankünfte und 33.396 Übernachtungen. Beide Zahlen liegen nur um rund 2.000 hinter denen der Vorjahre. Das heißt aber auch: Obwohl im Juli kein Lockdown war und es nur wenige Einschränkungen gab, konnte das Vorjahresniveau nicht ganz erreicht werden.

Damit sank auch die durchschnittliche Auslastung der angebotenen Betten in Görlitz: Sie lag im Juli bei 47 Prozent und damit um drei Prozent schlechter als voriges Jahr im Juli. Auf die Monate Januar bis Juli gerechnet, sank die Auslastung von 36,2 Prozent im Jahr 2019 über 24,7 Prozent voriges Jahr auf 17,0 Prozent in diesem Jahr.