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Soko Argus kontrolliert erneut die Grenze

Dabei erwischten sie unter anderem 55 Corona-Regelbrecher. Aber auch Drogen und Waffen fanden sie. Und Verkehrssünder.

© Danilo Dittrich

Sechs Strafanzeigen, 116 Ordnungswidrigkeiten, davon 110 Geschwindigkeitsverstöße, und ein Fahndungstreffer - das ist die Bilanz der Kontrolle an der deutsch-polnischen Grenze, die die Polizeidirektion Görlitz am Donnerstag mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei Sachsen in den Landkreisen Görlitz und Bautzen vorgenommen hat.

Wie Polizeisprecher Marc Klinger mitteilt, standen die Landespolizisten dabei unter Führung der Sonderkommission Argus. Rund 230 Bereitschaftspolizisten und 70 Ordnungshüter der Polizeidirektion Görlitz waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie von Polizeireitern.

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Zur Anzeige gelangten Verkehrsstraftaten und Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz. Die Polizisten erwischten zwei Fahrzeugführer, die nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis waren. Zudem stoppten sie eine Trunkenheits- und vier Drogenfahrten.

Den richtigen Riecher bewiesen die Ordnungshüter gegen 12.30 Uhr bei der Kontrolle eines Transporters an der B178N in Oderwitz. Der 35-Jährige war von der Staatsanwaltschaft Bayreuth seit Juni dieses Jahres per Haftbefehl gesucht. Der Pole entging einer Inhaftierung durch die Zahlung von rund 1.000 Euro.

55 Corona-Regelbrecher erwischt

Den bereits langfristig geplanten Einsatz nutzten die Uniformierten zugleich, um auf die Einhaltung der Sächsischen Corona-Schutz- sowie Corona-Quarantäne-Verordnung zu achten. Die Ordnungshüter stellten an den Grenzübergangsstellen sowie in beiden Landkreisen insgesamt 55 Verstöße fest. Davon fertigten die Polizisten neun Ordnungswidrigkeitenanzeigen und zehn Meldungen an das Gesundheitsamt aufgrund der Einreise aus einem Risikogebiet. Die Gesetzeshüter sensibilisierten die angetroffenen Personen zur Einhaltung der Bestimmungen und ermahnten 36 Kinder zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung.

Am Freitagnachmittag kontrollierte die Polizei mit dem Ordnungsamt den "kleinen Grenzverkehr" an der Görlitzer Stadtbrücke. So überprüften die Einsatzkräfte etwa 80 Fahrzeuge und knapp über 100 Personen bei der Einreise nach Polen und von dort kommend. In 15 Fällen hatten diese keine triftigen Gründe für das Verlassen ihrer häuslichen Unterkunft. "Ebenso mangelte es an beruflichen, sozialen oder medizinischen Gründen zur Einreise nach Polen", so Polizeisprecher Kai Siebenäuger. Die Beamten fertigten entsprechende Bußgeldanzeigen. "Die Betroffenen zeigten sich einsichtig, drehten ab und begaben sich wieder nach Hause."

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Die Kontrolle der Corona-Regeln stellt seit Wochen einen Schwerpunkt der Arbeit der Polizeidirektion Görlitz dar. "Auch die am Donnerstag für den Landkreis Görlitz erlassenen Verhaltensregeln werden von den Beamten in den nächsten Wochen weiter kontrolliert, mögliche Verstöße konsequent verfolgt", erklärt der Sprecher. (SZ)

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