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Die Lausitzer Füchse sind ein kleines Wunder

Der Eishockeyclub aus Weißwasser ist 13 Jahre älter als die SZ – und hat es über all die Wirren der Zeit geschafft, sich hochklassig zu behaupten. Es gibt sogar Parallelen zu dieser Zeitung.

Von Frank Thümmler
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Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser haben viele Gemeinsamkeiten mit der SZ.
Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser haben viele Gemeinsamkeiten mit der SZ. © Gunnar Schulze

Wenn der Eissport in Weißwasser in diesem Jahr auf 90 Jahre zurückblickt, gibt es allen Grund stolz zu sein – auf die Anfänge, auf Erfolge zur DDR-Zeit mit 25 Meistertiteln, auf überragende Spieler, die Stadt und Verein hervorgebracht haben, aber auch darauf, sich in den letzten gut drei Jahrzehnten auf professionellem Niveau behauptet zu haben – trotz im Vergleich zu vielen Standorten in Deutschland schwierigen Ausgangsbedingungen – Weißwasser ist eben „Hockeytown“.

Die Geschichte des Eishockeysports fand sich all die Jahre in der SZ wieder, vor allem nach der Wende und der „Eingemeindung“ von Weißwasser nach Sachsen, auch in der Sächsischen Zeitung. Die Parallelen sind teilweise erstaunlich: Zu DDR-Zeiten war der Einfluss der Staatsführung groß, alles eingeengt, dafür ohne existenzielle Sorgen und durchaus professionell.

Dirk Rohrbach, Jahrgang 1972, aus der Weißwasseraner Eishockeyschule stammend, dann erfolgreicher Eishockeyprofi, später Trainer und heute Geschäftsführer der Lausitzer Füchse, hat viele Wirren mitgemacht und erzählt: „Die Gründer unseres Vereins und ihre Nachfolger hatten im Laufe der Jahrzehnte ja schon einiges aufgebaut. Ein Rückschlag kam 1970, als DDR-Sportchef Manfred Ewald entschied, nur noch medaillenträchtige Sportarten zu fördern und Eishockey in der DDR abschaffen wollte“.

Ausgerechnet Stasi-Chef Erich Mielke verdanken die Eishockeyspieler, dass es nicht so kam.

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