Görlitz
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Bund fördert neuen Sportplatz in Reichenbach mit drei Millionen Euro

Die Kleinstadt hat jetzt die Zusage über die Fördergelder vorliegen. Anfang nächsten Jahres soll der Bau starten und schon Ende 2025 der Ball rollen.

Von Constanze Junghanß
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Der alte Sportplatz an der Grundschule ist in die Jahre gekommen. An gleicher Stelle entsteht ein neuer Sportplatz.
Der alte Sportplatz an der Grundschule ist in die Jahre gekommen. An gleicher Stelle entsteht ein neuer Sportplatz. © Constanze Junghanß

Noch gibt es keinen ersten Spatenstich. Fest steht jedoch: Der neue Sportplatz an der Grundschule wird teurer als geplant. Das war auch angesichts der Preissteigerungen im Energie- und Bausektor erwartbar. Reichenbach hatte im März 2021 die Zusage für Fördermittel vom Bund bekommen. Vor zweieinhalb Jahren und als Kommune mit ausgewiesener Haushaltsnotlage, fällt diese Förderung besonders hoch aus. Statt dem für solche Vorhaben üblichen 55-Prozent-Zuschuss erhält Reichenbach 90 Prozent.

Bürgermeisterin Carina Dittrich informierte im jüngsten Stadtrat, dass der Zuwendungsbescheid für das Geld da ist. Aus den zuerst veranschlagten Baukosten in Höhe von 2,8 Millionen Euro sind 3,4 Millionen Euro geworden. Einige ursprüngliche Ideen wurden deshalb abgespeckt. Anfangs hieß es noch, dass mit Photovoltaik und Erdwärmekollektoren Grund- und Oberschule sowie die Sporthalle und das Funktionsgebäude energetisch und mit Heizwärme versorgt werden sollen. Jetzt bezieht sich das nur noch auf das Funktionsgebäude, das im Zuge des Sportplatzneubaus entsteht. Das soll mit regenerativer Energie beheizt werden. Nach Angaben der Bürgermeisterin werden dafür spezielle Kollektoren unter das Spielfeld gebaut.

Der Sportplatz wird hinter der Grundschule errichtet. Grund- und Oberschule sollen den Neubau ebenso nutzen, wie Vereine, die Horte und die Kita. Der Neubau sei „eine Entscheidung für den Schulstandort“, sagt Carina Dittrich. 473 Schüler besuchen die beiden Schulen in diesem Schuljahr. Am Vorhaben gab es aber auch Kritik. Anwohner sorgten sich wegen möglicher Lärmbelästigung, zudem wurde eine Petition mit rund 200 Unterzeichnern im Vorjahr dem Rathaus übergeben.

Um Lärm- und Lichtbelästigungen für Anwohner zu vermeiden, wird ein fast fünf Meter hoher Stützwall zugleich als Lärmschutz Richtung Töpferstraße errichtet, in Richtung Gersdorfer Straße sollen Bepflanzungen für den Lärmschutz sorgen. „Das Licht wird so angepasst, dass nur der Platz beleuchtet ist, damit sich Anwohner nicht gestört fühlen“, sagt Carina Dittrich. Nun beginnen die Ausschreibungen, die Vergabe der Bauleistungen erfolgt im ersten Quartal des neuen Jahres. Ende 2025 soll der neue Sportplatz fertig gebaut sein.