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Sportplatz-Kritik kommt in den Reichenbacher Stadtrat

Der geplante Millionenbau stößt nicht bei allen auf Zustimmung. Nun gibt es die nächsten Vorwürfe.

Von Constanze Junghanß
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Noch ist es eine grüne Fläche hinter der Grundschule, bald soll hier ein Sportplatz in Reichenbach entstehen. Aber darüber gibt es Streit in der Stadt.
Noch ist es eine grüne Fläche hinter der Grundschule, bald soll hier ein Sportplatz in Reichenbach entstehen. Aber darüber gibt es Streit in der Stadt. © Foto: Constanze Junghanß

26. Juli: Bei einer erneuten Zählung der Unterschriften stellte sich am 25. Juli heraus, dass nur zwölf Unterschriften unter der Petition von Einwohnern anderer Orte als Reichenbach stammten.

Im September wird der Reichenbacher Stadtrat über die Petition diskutieren, mit der Einwohner eine Begrenzung auf den Schulsport für den geplanten Sportplatz an der Grundschule plädieren. Das erklärte Reichenbachs Bürgermeisterin Carina Dittrich auf SZ-Nachfrage.

Geplant war ursprünglich, Anfang August eine Sondersitzung des Stadtrats auch zu diesem Thema einzuberaumen. Aufgrund der Ferienzeit seien jedoch zu diesem Zeitpunkt die meisten Stadträte nicht da. Deshalb kommt die Petition erst in der Septembersitzung mit auf den Tisch.

Unzufriedenheit über Arbeit der Bürgermeisterin

Derweil sind die Initiatoren der Petition unzufrieden darüber, wie das Reichenbacher Rathaus mit ihrer Unterschriftensammlung umgeht. Sie werfen Bürgermeisterin Carina Dittrich ein Aussitzen der Situation vor, die „zur weiteren Vertiefung der ohnehin bestehenden Gräben führen“ könne.

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Der neue Sportplatz soll genauso von den Schülern von Grund- und Oberschule genutzt werden wie von den Mitgliedern des Sportvereins für ihr Training. Die Förderung fällt mit 90 Prozent besonders hoch aus. Der angedachte Neubau, den der Bund mit 2,52 Millionen Euro fördert, kommt nicht bei allen der rund 4.900 Einwohner gut an.

209 Unterschriften gegen die große Lösung

So fordern 209 Unterzeichner unter anderem eine „Begrenzung der nachfolgenden Betriebs- und Unterhaltungskosten“, wollen „Konfliktpotential bei der Vereinsnutzung durch Lärmbelästigung im Wohngebiet und unzureichende Parkplätze vermeiden“ und verweisen auf „ohnehin gestiegene Baukosten.“ So steht das in der Petition.

Nicht alle Unterschriften sind von An- und Einwohnern der Stadt gemacht worden. 29 Unterzeichner kommen unter anderem aus Hamburg, Görlitz und der Gemeinde Markersdorf. Das teilt Bürgermeisterin Carina Dittrich mit. Die Verwaltung prüfte den rechtlichen Umgang mit der Unterschriftensammlung, versendete nach Angaben des Rathauses am 12. Juli einen Zwischenbescheid per Post an die drei Organisatoren, damit diese über den Stand der Dinge im Bilde sind. Die hatten eine Antwort bis zu eben diesem Datum gefordert. Ein Schreiben der Stadt lag ihnen aber bis Ablauf der Frist nach eigener Darstellung nicht vor. „Der Stadtrat wurde gleichfalls über die Petition in Kenntnis gesetzt“, versichert die Bürgermeisterin.